Testberichte aus dem Archiv
Ratgeber Bauen, Wohnen, Renovieren 14:2012 mit CD

Geräteverleih in Baumärkten
Leih-haftig

Die Deutschen sind passionierte Heimwerker und geben pro Kopf über 350 Euro pro Jahr in Bau- und Heimwerkermärkten aus. Um der Leidenschaft fröhnen zu können, brauchen sie Geräte, und oft lohnt es sich nicht, diese selbst anzuschaffen. Dabei spielt nicht nur das Geld eine Rolle, sondern auch der fehlende Platz.
Eine Bohrmaschine oder einen Akkuschrauber besitzen die meisten noch, aber die haben ihre Grenzen. Da will man die schöne neue Leuchte aufhängen, aber angesichts der Betondecke machen selbst die guten Betonbohrer schlapp. Zum Glück gibt es einen Mietservice. Für einige Stunden einen Bohrhammer mieten und der Erfolg lässt nicht auf sich warten: Mit dieser Power geht der Bohrer rein wie Butter. Auch Gartenbesitzer sind dankbare Abnehmer für Geräte, die sie nur einmal im Jahr benötigen, wie Vertikutierer, Motorhacke und Motorsense. Zumindest solange der Nachbar nicht damit dienen kann, denn ein funktionierendes nachbarliches Netzwerk ist natürlich noch besser als der professionelle Mietservice.
Arbeiten mit hochwertigen Profigeräten
Vor allem teure und selten gebrauchte Geräte möchte man für die kurze Zeit, die man sie benötigt, mieten. Aber auch für preiswertere Maschinen ist das durchaus sinnvoll, selbst wenn man sie in billiger Ausführung vielleicht für zehn bis 20 Euro kaufen kann. Denn dann hat man das Teil jahrelang rumstehen - und in vielen Wohnungen, vor allem in der Stadt, ist der Platz dafür einfach nicht vorhanden. Irgendwann fliegt es dann auf den Müll, ohne dass es wirklich richtig genutzt worden wäre. Weiterer Vorteil vom Mieten: Man bekommt in der Regel hochwertige Profigeräte, mit denen die Arbeiten leichter von der Hand gehen als mit billigen Maschinen, die ihr Geld nicht wert sind.
In vielen Baumärkten wird ein Mietservice angeboten, doch vielfach macht der Betreiber das nicht selbst, sondern überlässt einem externen Dienstleister das Terrain. Oder er arbeitet mit ihm zusammen: Der Vermieter liefert den Maschinenpark, die Abwicklung vor Ort wird von den Baumarktmitarbeitern durchgeführt. Überraschend waren für uns die Highlights unter den Mietgeräten. Hätten Sie gedacht, dass die Rüttelplatte offenbar die Nummer eins ist? Zumindest liegt sie bei Boels/Rentpartner ganz und bei den anderen Vermietern weit vorne in der Hitliste. Mit ihr verdichtet man Boden, Sand und Kies, damit der Untergrund tragfähig wird, und auch das darauf verlegte Verbundpflaster wird noch einmal abgerüttelt. Es sind schon hartgesottene Do-it-Yourselfer, die hier selbst zur Tat schreiten. Nicht anders ist das bei den ebenfalls ganz oben rangierenden schweren Meißelhämmern zum Abtragen oder Aufbrechen von Stein und Beton und zum Abschlagen von Fliesen.
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- aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
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- aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.
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