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ÖKO-TEST März 2012
TestAltersvorsorge für Selbstständige
Zwischen riskant und todsicher
Altersvorsorge für Selbstständige


Nur wenige Anbieter liegen durchgängig an der Spitze. Es gibt kaum Anbieter, die in allen Punkten zugleich überzeugen können. Im Test schafft es lediglich die Europa, mit durchweg guten Renten und Kapitalleistungen zu überzeugen. Mit einem garantierten Kapital von 53.769 Euro bei der klassischen Privatrente und bei der Rürup-Rente, einer garantierten Rente von 188 Euro im Monat und einer prognostizierten Rente von 381 Euro liegt sie in allen drei Testkategorien vorn. Sofern sie die prognostizierten Überschüsse wirklich dauerhaft erwirtschaften kann, erhält unserer Musterkunde bei der PrivatrenteE-R1 mit 108.969 Euro eine ansehnliche Kapitalabfindung. Ein vergleichbares Leistungsspektrum bei den Klassiktarifen für den 30-jährigen Selbstständigen erreichen annähernd nur noch die Cosmos Versicherung mit ihrer Privatrente R1 (M) und die HUK 24 mit der Privatrente RAGT 24.

Renten und Renditen - 2011 schlecht, 2012 noch schlechter. Im Schnitt werden unserem 30-jährigen Mustersparer bei den Klassiktarifen 2012 monatlich 20 bis 50 Euro weniger Rente garantiert, als wenn er den Vertrag noch 2011 abgeschlossen hätte - und das gilt durchgängig sowohl für Riester-, Rürup- und ungeförderte Privatrenten. Auch das Garantiekapital, das zu Rentenbeginn zur Verfügung steht, fällt bei gleicher Einzahlung und gleicher Vertragslaufzeit im Schnitt bis zu 5.500 Euro niedriger aus als beim Vorjahrestarif. Das sind herbe Einbußen - zumal auch schon die Tarife 2011 nicht gerade kostengünstig waren.

Warum werden die Renditen immer lausiger? Schuld an der bis zu 22 Prozent niedrigeren Leistung ist vor allem die staatlich verordnete Herabsetzung des Garantiezinses von 2,25 auf 1,75 Prozent, die zum Jahreswechsel in Kraft trat. Doch während einige Anbieter versuchen, die Kürzung des Garantiezinses durch Einsparungen bei den Kosten auszugleichen, kürzen andere die Leistungen noch stärker. Weil sie bei dem Dauerzinstief am Markt ihre Überschusserträge nicht halten können, setzen viele Versicherer auch bei den prognostizierten Leistungen den Rotstift an. Wieder andere haben gleichzeitig an der Kostenschraube gedreht - offenbar in der Annahme, das falle angesichts der Tarifumstellung nicht auf. Kurz: die Unterschiede zwischen Top- und Flopanbietern in den einzelnen Produktgruppen sind im Vergleich zu den Vorjahren weiter gewachsen.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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