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ÖKO-TEST Kompakt Heuschnupfen und Allergien
TestBabynahrung, Muttermilchersatz, HA-Nahrung, Pre und 1
Ein gewisser Schutz
Babynahrung, Muttermilchersatz, HA-Nahrung, Pre und 1



Erst vor zwei Wochen hat der kleine Maurice das Licht der Welt erblickt. Auch wenn er sich bis jetzt ausgezeichnet entwickelt, werden ihm die Veranlagungen seiner Eltern mit großer Wahrscheinlichkeit irgendwann zu schaffen machen. Denn sowohl Mutter Ilona als auch Vater Carsten Müller sind Allergiker. Beide reagieren auf Roggenpollen, die Mutter mit tränenden Augen und laufender Nase, der Vater inzwischen mit allergischem Asthma.

Damit hat Maurice die wenig rosige Aussicht, später selbst zum Allergiker zu werden. Das Risiko liegt für ihn mit 50 bis 80 Prozent besonders hoch, da beide Elternteile auf das gleiche Allergen reagieren. Es wäre immer noch etwa halb so hoch, wäre entweder nur Mama oder nur Papa betroffen. Selbst wenn kein Allergiker in der Familie vorkommt, entwickeln 5 bis 15 Prozent aller Neugeborenen früher oder später eine Allergie. Das kann Heuschnupfen sein, Asthma oder auch Neurodermitis.

Das Wichtigste, das Maurice Mutter tun kann, um einer Allergie ihres Sprösslings vorzubeugen, ist Stillen - vor allem in den ersten vier Lebensmonaten. Dies steht auch so in der aktuellen Leitlinie zur Allergieprävention. Zudem wird eine ausgewogene und nährstoffdeckende Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit empfohlen. Das Meiden bestimmter Lebensmittelallergene oder spezielle Diäten sind dagegen vom Tisch - sowohl für die Mutter als auch für das Kind.

Doch was ist, wenn Mama nicht stillen kann oder will und der Sprössling allergiegefährdet ist? Für diese Fälle stehen industriell gefertigte hypoallergene Säuglingsanfangsnahrungen, kurz HA-Nahrungen, zur Verfügung. Die darin enthaltenen Kuhmilcheiweiße sind so weit gespalten, dass sie praktisch nicht mehr allergen wirken.

Positive Effekte von HA-Nahrungen brachte die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte und mit über 2.000 Säuglingen groß angelegte Langzeitstudie GINI (German Infant Nutritional Intervention Study) ans Tageslicht. Kinder, die in den ersten vier Lebensmonaten nicht ausreichend gestillt werden konnten, erhielten drei verschiedene HA-Nahrungen: entweder ein starkes oder ein schwaches Molkeneiweiß- oder ein starkes Caseinhydrolysat. Als Vergleich diente eine herkömmliche Säuglingsnahrung.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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