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ÖKO-TEST Februar 2012
TestMultivitaminpräparate
Gesund ist was anderes
Multivitaminpräparate



Ohne Vitamine läuft gar nichts. Unser Stoffwechsel käme zum Erliegen, schon weil wir Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate ohne sie gar nicht verwerten könnten. Vitamine sind an unzähligen Vorgängen im Körper beteiligt. Das Dumme ist nur, dass der Mensch im Laufe der Evolution die Fähigkeit verloren hat, sie selbst herzustellen. Er ist auf eine ausreichende Zufuhr über die Nahrung angewiesen.

Obwohl uns hier und heute Lebensmittel in einer Hülle und Fülle zur Verfügung stehen wie nie zuvor, lässt die Versorgung mit Vitaminen in einigen Fällen zu wünschen übrig. Laut Nationaler Verzehrsstudie II, einer vom Max-Rubner-Institut durchgeführten Befragung zur Ernährung von Jugendlichen und Erwachsenen, erreichen 80 bis 90 Prozent der Männer und Frauen nicht die empfohlenen Mengen an Vitamin D und Folsäure. Wird kein jodiertes Speisesalz verwendet, nehmen 96 bis 97 Prozent der Befragten zu wenig Jod auf. Außerdem gilt Calcium als kritischer Nährstoff, vor allem bei 14- bis 18-jährigen Mädchen sowie bei älteren Männern und Frauen über 65 Jahre.

Kein Wunder also, dass uns findige Hersteller allerorten Vitaminpillen anbieten. Häufig haben sie neben Produkten für die Allgemeinheit spezielle Präparate für Kinder und Senioren im Sortiment (siehe Kasten Vitamine für jedes Alter).

Wer rundum sorglos sein will, kann sicherheitshalber gleich zum A-Z-Präparat greifen, das nicht nur alle 13 Vitamine enthält, sondern gegebenenfalls auch noch Provitamin A (Betacarotin) und obendrein mehr als zehn Mineralstoffe, angefangen von Calcium und Magnesium bis hin zu den Spurenelementen Chrom, Kupfer und Selen. Allein in der Apotheke gingen im Jahr 2010 nach Angaben des Gesundheitsdienstleisters IMS Health 5,1 Millionen Multivitaminpackungen mit Mineralstoffen und 1,3 Millionen Packungen ohne Mineralstoffe über den Tresen.

Sargnägel für die Supplemente

Gegenüber dem Vorjahr gingen die Absätze damit aber um 10,3 beziehungsweise 14,6 Prozent zurück. Die Verbraucher scheinen vorsichtig geworden zu sein. Denn in jüngster Zeit mehren sich die Hinweise, dass die Vitaminpillen anscheinend sogar schaden können.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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