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Baby- und Kindershampoos



Babyshampoo? Brauchen wir das wirklich, werden sich manche Eltern mit Blick auf das fast noch kahle Köpfchen ihres Lieblings fragen? Bei den meisten Babys geht die "Kopfbedeckung" in den ersten Lebensmonaten tatsächlich nicht über einen feinen Flaum hinaus. Spätestens im zweiten Lebensjahr aber sprießen die Haare dann kräftiger. Bis dahin - zumindest so lange sich das Kind kaum schmutzig macht - reicht klares Wasser zur Reinigung aus.

Irgendwann aber stellt sich dann doch die Frage nach einem geeigneten Babyshampoo. Wohin der Blick im entsprechenden Regal auch fällt: das Versprechen von sanfter, seifenfreier Pflege mit milden, hautschonenden Wirkstoffen und vor allem jede Menge Label, die um das Vertrauen der Eltern werben. Auf denen steht dann "dermatologisch getestet", "Hautverträglichkeit dermatologisch bestätigt", "klinisch getestet", "empfohlen von: Deutsche Haut- und Allergiehilfe" oder "in Kliniken bewährt".

Allerdings haben solche Angaben oft nur wenig Aussagekraft oder es werden nur schlichte Selbstverständlichkeiten formuliert. Denn natürlich ist es bei seriösen Firmen üblich, kosmetische Produkte - zumal für Babys - auf ihre Verträglichkeit zu prüfen, bevor sie auf den Markt gebracht werden. Einheitliche Standards und festgelegte Kriterien für solche Tests gibt es aber nicht.

Alles in allem dienen solche Label mehr dem Marketing, als dass sie Garantie für ein wirklich verträgliches Produkt sind. Sie machen aber deutlich, dass es bei Babyshampoo vor allem um die noch sehr dünne, empfindliche Kopfhaut der Winzlinge geht. Die meisten Produkte im Test sind daher pH-hautneutral (nicht zu verwechseln mit pH-neutral, was einem pH-Wert von 7 entspricht). Das heißt, sie haben - so wie die Haut - einen leicht sauren pH-Wert von 5,5 und greifen dadurch ihren Säureschutzmantel nicht an.

Den vielen Versprechungen der Hersteller von milder und sanfter Pflege wollten wir harte Fakten entgegensetzen und wissen, was tatsächlich in den Babyshampoos steckt. Deshalb haben wir 14 Produkte eingekauft und in verschiedene Labore geschickt.

Das Testergebnis

Wir haben so gut wie nichts an den getesteten Babyshampoos auszusetzen: 13 der 14 Produkte im Test erhalten von uns die Bestnote "sehr gut". Lediglich die Traditionsmarke im Babypflegesegment - das Shampoo von Penaten - muss sich mit einem "gut" begnügen. Fast alle Hersteller verzichten bei den Shampoos für die ganz Kleinen auf kritische oder umstrittene Inhaltsstoffe wie aggressive Konservierungsmittel und Tenside, künstliche Duftstoffe sowie PEG/PEG-Derivate.

Nur Johnson & Johnson setzt weiterhin auf umstrittene PEG/PEG-Derivate und kassiert dafür beim Penaten Baby Shampoo sanft einen Punkt Abzug. Auf dem Penaten-Shampoo wird mit einem "Keine Tränen mehr"-Siegel geworben. Dahinter verbirgt sich nach Angaben von Johnson & Johnson "ein internes und sehr striktes Verfahren", um die Augenmilde von Kosmetik, die wieder ausgewaschen wird, zu überprüfen. Das Siegel hat laut Johnson & Johnson "weltweit große Akzeptanz gefunden" und gebe vielen Müttern Orientierung beim Einkauf von Wasch- und Badeprodukten. Was die Mütter wohl nicht wissen, ist, dass die PEG-basierte und keineswegs milde Substanz Sodium Laureth Sulfate dafür sorgt, dass das Shampoo nicht brennt, wenn es in die Augen gelangt. Denn sie betäubt quasi kurzzeitig den Augapfel und verhindert, dass sich Tränen bilden. Doch Tränen sind eine ganz natürliche und auch sinnvolle Reaktion des Körpers, weil sie das Auge automatisch ausspülen.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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