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ÖKO-TEST Jahrbuch Kleinkinder für 2012
TestAllergiemittel, Kinder
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Allergiemittel, Kinder



Gut wirkende Allergiemittel lindern zwar Symptome wie laufende Nasen oder entzündete Augen. Doch manche Wirkstoffe können müde machen oder zu Schlafstörungen führen. ÖKO-TEST hat insgesamt 74 Allergiemittel untersucht, darunter elf Nasensprays, 24 Augentropfen und 34 Mittel zum Einnehmen. Wir haben die Wirkstoffe pharmakologisch begutachten lassen und untersucht, ob die Mittel problematische bzw. umstrittene Hilfsstoffe enthalten.

Die Testergebnisse

Erfreulich sind die Ergebnisse bei den Mitteln zum Einnehmen. Hier gab es besonders viele "gute" und "sehr gute" Noten. Nicht ganz so rosig sieht es bei den Augentropfen und den Nasensprays aus: Hier fällt ein Teil der Mittel mit "mangelhaft" oder "ungenügend" durch.

Mittel, die die Stoffe Dexchlorpheniramin, Dimetinden oder Clemastin enthalten, werten wir unter dem Testergebnis Pharmakologische Begutachtung ab. Diese Stoffe gehören zu den Antihistaminika der ersten Generation. Sie können müde machen und die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen. Mit "sehr gut" beurteilen wir bei der Pharmakologischen Begutachtung dagegen Mittel, die Antihistaminika der zweiten Generation enthalten. So gelten etwa die Stoffe Cetirizin und Loratadin als sehr gut verträglich.

Die in den Augentropfen und Nasensprays verwendeten Wirkstoffe können wir grundsätzlich empfehlen. Leider haben es aber die Hilfsstoffe teils ganz schön in sich. Und das müssen wir abwerten. Da ist zum einen Benzalkoniumchlorid, ein Konservierungsmittel, das auch im Reinigungsmittel Sagrotan enthalten ist. Er reizt nicht nur die Schleimhäute, sondern kann selbst Allergien auslösen! Der indirekt konservierend wirkende Stoff Natriumedetat kann möglicherweise die Zellmembran durchlässiger für Fremdstoffe machen. Leider kommt kein Nasenspray im Test ohne eine dieser konservierend wirkenden Substanzen aus.

Benzoesäure, wie sie in den Fenistil Tropfen (zum Einnehmen) eingesetzt wird, sollte in Mitteln für kleine Kinder nicht enthalten sein. Weil bei Kindern bis zu zwei Jahren die Verstoffwechselung noch nicht vollständig funktioniert, kann sich Benzoesäure theoretisch anreichern und Gehirnschäden verursachen. Zwar ist dies bei den üblicherweise verwendeten geringen Mengen nicht zu erwarten, besser wäre es aber, ein unbedenkliches Konservierungsmittel zu verwenden.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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