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In vielen Familien entbrennt immer wieder ein kleiner Machtkampf um das Essen oder eben Nichtessen von ach so gesundem Obst und Gemüse. Kinder essen zu wenig davon. Schwarz auf weiß steht das im deutschen Ernährungsbericht: Nur 19 Prozent der Sechs- bis Elfjährigen erreichen die empfohlene Obstmenge, die zwischen 200 und 250 Gramm täglich liegt. Im Mittel essen die Kinder zwischen 130 und 150 Gramm, je älter sie werden, je weniger. Noch geringer ist der Gemüseverzehr. Auch zehn Jahre 5-am-Tag-Kampagne konnten daran wenig ändern. Zwar weiß inzwischen jedes Kind, was der Ausdruck bedeutet: Man soll jeden Tag fünf Portionen Obst und Gemüse essen! Doch Wissen und Tun, das sind eben zweierlei Paar Stiefel.

Die Kinder-Smoothies von Innocent sollen es Eltern leichter machen, ihre Kinder mit der täglichen Portion Obst zu versorgen. "Selbst ausgemachte Obstmuffel lassen sich schon mal für einen Smoothie begeistern", schwärmt Marketingmanager Christian Stegmann. "Den brauchen die Kinder nicht zu kauen, nicht zu schälen, der Geschmack ist aus besonders süßen und ganz gemischten Früchten." Das Ganze kann cool aus dem Strohhalm geschlürft werden.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt dem Marketingmanager recht: Ab und zu kann ein Smoothie eine Portion Obst ersetzen. Doch gleichzeitig nennt die Gesellschaft viele Gründe, warum frisches Obst noch besser ist. Es bringt viel mehr Volumen und damit eine schnellere Sättigung bei weniger Kalorien. Und die wichtigen Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe sind im Original auch noch in vollem Umfang enthalten. Bei der Verarbeitung gehen sie ein Stück weit verloren.

Wir wollten wissen, ob Schadstoffe wie Schimmelpilzgifte oder Rückstände von Pestiziden in den Smoothies stecken, wie sie schmecken und ob sie wirklich so natürlich sind. Dafür haben wir acht Produkte in die Labore geschickt.

Das Testergebnis

Ein "sehr gutes" Produkt setzt sich gegen ein großes Mittelfeld mit "guten" Noten durch. Nur das Knorr Vie Orange Banane Karotte rauscht mit "mangelhaft" durch den Test.

Je höher der Saftanteil, desto weniger Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe stecken im Smoothie, einfach deshalb, weil die Schalen nicht mitverarbeitet werden. Saftanteile von 50 Prozent und mehr bekommen deshalb Notenabzug. Hersteller, die die Angabe zum Fruchtsaftgehalt verweigerten, behandeln wir ebenso.

Zwei Produkte enthalten Konzentrate, die noch stärker verarbeitet und damit nährstoffärmer als Saft sind. Sie gehören nicht in einen empfehlenswerten Smoothie. Außerdem wird Fruchtsäften beim Konzentrieren das Aroma entzogen und muss anschließend wieder zugefügt werden.

Auch bei anderen Testteilnehmern spiegelt der Produktname nicht den Inhalt wider. Im Berry Tales 100 % Pure Fruit Smoothie Brombeere/Heidelbeere ist die erste Zutat Apfelsaft, die namensgebenden Früchte machen jeweils nur elf Prozent aus. Apfelsaft ist günstig und wenig geschmacksintensiv im Vergleich zu Beeren oder Mango und deshalb eine ideale und günstige Zutat. Im Namen verkauft werden aber die hochwertigen Beeren oder Exotikfrüchte. Immerhin kommen sie geschmacklich zur Geltung, weil sie sehr intensive Aromen enthalten.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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