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ÖKO-TEST Januar 2012
TestBabynahrung, Baby- und Kindersäfte
Weit abgeschlagen
Babynahrung, Baby- und Kindersäfte



Spezielle Säfte für Babys aus Äpfeln, Bananen oder roten Früchten stehen zuhauf in den Regalen von Supermärkten und Drogerien. Besonders gesund sind die Getränke nach Angaben der Hersteller auch: Von wichtigem Vitamin C ist auf den Etiketten die Rede. "Für die sichere und ausgewogene Ernährung Ihres Babys", steht auf den Flaschen eines Herstellers. Praktisch ist Babysaft obendrein: Man braucht keinen Tee zu kochen, der erst langsam abkühlen muss.

Aber braucht man überhaupt fertigen Babysaft? "Nein", sagt die Expertin Isabelle C. Keller von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Wenn es ab dem fünften oder spätestens ab dem siebten Monat den ersten Brei gibt, und das Baby kein fertiges Gläschen bekommt, sondern die Eltern selbst kochen, besteht der aus Fleisch, Gemüse und Kartoffeln, angereichert mit etwas Öl - und einem Schuss Saft. "Aber das kann genauso gut auch ein gewöhnlicher Saft für Erwachsene sein", erklärt Keller. "Der Saft ist hier auch nur zum Anrühren gedacht - und nicht als Getränk zum Essen", sagt sie.

Bekommt das Baby Beikost, kann man zwar schon zum ersten Brei etwas zum Trinken anbieten, wirklich nötig ist das aber erst, wenn es im Alter von sieben bis neun Monaten dreimal am Tag Brei gibt. Nur: Saft sollte es dann auch nicht sein. "Das beste Getränk ist Wasser", erklärt Keller. Auch ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sind eine gute Wahl. Saft dagegen enthält viel zu viel Zucker. Wenn das Kind mit etwa einem Jahr beginnt, an den normalen Mahlzeiten teilzunehmen, darf es auch mal eine Saftschorle sein. Aber gut verdünnt! "Denn in diesem Alter werden die Kinder auf einen bestimmten Geschmack getrimmt", weiß Keller. Wenn man also einmal süßen Saft anbietet, will ein Kind vielleicht auch nichts mehr anderes.

Der Saft als seltene Ergänzung? So steht das auf keiner Packung: Vom "Vitaminspender zu den Mahlzeiten" ist da etwa die Rede. Da kann leicht der Eindruck entstehen, als könne man dem Kind im fünften, sechsten Monat durchaus ein Fläschchen Saft vollmachen. Mehr noch: Die zumeist einen halben Liter fassenden Flaschen sollen innerhalb von drei Tagen aufgebraucht werden. Wer also nur einen kleinen Schuss Saft in den Brei mischt, kann sich aussuchen, ob er den Rest selbst trinkt, wegschüttet - oder eben doch dem Baby anbietet.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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