Testberichte aus dem Archiv

LED-Lampen
LED´s go!

Was waren das noch für Zeiten, als man sich zumindest über eine Sache keine Gedanken machen musste: Licht. War die Glühlampe kaputt, kaufte man eine neue, schraubte sie ein, fertig. Wer Energie sparen wollte, griff zur Energiesparlampe. Auch wenn sie irgendwie ein unschönes Licht machte. Seit 2009 hat sich die Sache verkompliziert. EU-weit sollen Haushalte energiesparender beleuchtet werden. Prinzipiell eine gute Sache. Der Haken daran: Die Glühlampe kann die neuen Anforderungen an die Energieeffizienz nicht mehr erfüllen. Ihr Ende wurde aber leider besiegelt, ohne zu bedenken, auf welche Alternativen die Verbraucher noch zurückgreifen können. Denn an die Lichtqualität, die Sparlampen erzeugen müssen, stellt die EU kaum Anforderungen.
Die klassische Energiesparlampe auf Basis einer Leuchtstoffröhre ist schon einmal nicht die Lösung. ÖKO-TEST testete solche Sparlampen 2008 erstmals komplett durch und stellte fest: Das Licht ist nicht nur unschön, sondern richtig schlecht, es flimmert, man holt sich zusätzlichen Elektrosmog ins Haus, Schadstoffe gasen aus. Abgesehen davon zeigten sich die Sparlampen im Test lange nicht so energieeffizient, wie man das erwarten würde.
Auch wenn es niemand laut sagte: Auch bei den Herstellern stand außer Frage, dass es sich bei den Energiesparlampen nur um eine Übergangstechnologie handelt. Mit Hochdruck wird daran gearbeitet, Leuchtdioden, sogenannte LED, so weiterzuentwickeln, dass sie statt Glüh- und Energiesparlampen eingeschraubt werden können. Keine einfache Aufgabe - und eigentlich auch nur eine Übergangslösung, denn LED fordern im Prinzip ganz eigene Leuchtensysteme.
LED-Lampen sind Hightechgeräte, konstruiert auf Basis hochkomplexer Halbleitertechnik. Strom bringt Halbleiterkristalle zum Leuchten. Dass man auf diesem Weg äußerst energiesparend Licht erzeugen kann, ist schon seit Langem klar. Allerdings taugte die LED-Technik lange Zeit nur für Warnlämpchen oder für Hinweistafeln, weil ihr Licht noch sehr schwach war. Außerdem konnte man nur wenige Farben erzeugen. Erst seit Mitte der 1990er-Jahre ist es überhaupt möglich, LED in weißem Licht leuchten zu lassen. Wie natürlich das Licht der LED letztlich erscheint, hängt davon ab, wie verschiedene Halbleitermaterialien aufeinander abgestimmt sind. Die notwendigen Rohstoffe zählen zur Gruppe der Seltenen Erden, die mitunter auch für Elektroautos und Laser benötigt werden. Diese sind heiß begehrt - schon jetzt ist zu erwarten, dass Versorgungsengpässe entstehen werden, weshalb ein vernünftiges Recyclingsystem wichtig ist.
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Dieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.
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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
- die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
- aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
- neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
- aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.
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