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ÖKO-TEST November 2011
TestOrangensaft
Ohhh!
Orangensaft



Verfolgt man die Spur des Orangensafts noch weiter zurück, landet man schnell im Hafen von Rotterdam, wo Fruchtsäfte und Konzentrate aus Schiffen mit Namen wie "Orange Blossom" und "Orange Sun" gepumpt werden, die in Brasilien oder Florida befüllt wurden.

8,7 Liter Orangensaft hat jeder Bundesbürger im vergangenen Jahr getrunken. Ein Wert, der seit Jahren ziemlich stabil ist. Auf Apfelsaft - einst der beliebteste Saft der Deutschen - hat man hierzulande aber immer weniger Durst, sodass Orangensaft heute die Rangliste anführt.

Wer in die Saftregale schaut, entdeckt dort zunehmend Direktsäfte, also Saft, der nicht aus Konzentrat hergestellt ist. Was aber ist nachhaltiger? Konzentratsaft, der erst in einem aufwendigen Verfahren eingedickt werden muss, oder Direktsaft, bei dem ein Saft über den Atlantik geschickt wird, der naturgemäß vor allem aus Wasser besteht?

Das Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie hat schon vor Jahren untersucht, wie viel Ressourcen für die Herstellung eines Konzentratsaftes benötigt werden. Eine Tonne Orangensaft einzudicken, kostet demnach etwa genauso viel Energie, wie das Kühlen und Verschiffen des Konzentrats, aus dem in Europa wieder eine Tonne Saft gewonnen wird. Überschlägt man nun, dass ein Direktsaft etwa sechsmal schwerer ist, scheint der Konzentratsaft klar im Vorteil zu sein. Weitere wissenschaftliche Arbeiten stützen diese Annahme. Aber dafür soll der Direktsaft ja auch besser schmecken. Oder doch nicht?

Wir haben den Test gemacht und wollten wissen, ob in Konzentratsaft und Direktsaft zum Beispiel genug Aroma steckt. Das lässt sich über aufwendige Laboranalysen herausfinden. Des Weiteren haben wir auf Rückstände von Pestiziden untersucht. Letztlich haben wir Experten im Labor die Frage gestellt: Schmecken die Säfte? Im Test: 20 Produkte aus Supermärkten, Discountern und Bio-Läden, der billigste für 87 Cent, den teuersten für 4,56 Euro pro Liter.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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