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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2012
Test
Thermische Solaranlagen, Heizungsunterstützung
Thermische Solaranlagen mit Heizungsunterstützung
Thermische Solaranlagen, Heizungsunterstützung

Warum nicht die Sonne für Wärme im Haus sorgen lassen? Mit einer solarthermischen Anlage auf dem Dach ist es möglich. Wir haben Anlagen getestet, die für warmes Wasser sorgen und sogenannte Kombianlagen, die darüber hinaus auch die Heizung unterstützen.

ÖKO-TEST Jahrbuch für 2012
» Produkte anzeigen (17)» Testergebnisse abrufen» Heftinhalt [ J1110 ] anzeigen

Bauherren, die eine Kombianlage installieren möchten, die sowohl das Trinkwasser erwärmt als auch die Heizung unterstützt, können unter einer großen Anzahl unterschiedlicher Speicher- und Anlagenkonzepte entscheiden. Um ihnen Hilfestellung bei der Auswahl zu geben, haben wir 17 Anlagen zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung von unterschiedlichen Herstellern für einen typischen Haushalt in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus begutachten lassen. Für einen Modellfall wurden die möglichen Erträge und die Wirtschaftlichkeit berechnet. Dabei haben wir die aktuellen Förderungen für das Jahr 2011 mit einfließen lassen.

Das Testergebnis

Alle solarthermischen Kombianlagen sind auf einem technologisch guten Stand und empfehlenswert. Falls die Energiepreise in den kommenden Jahren weiter steigen, dann haben sich die Anlagen in zehn bis 20 Jahren bezahlt gemacht. Spitzenreiter in Bezug auf die reine Anlage ist die Wagner Combi line SH 1440 AR Aufdach, die wie das SolvisMax-Paket ein "sehr gutes" Gesamturteil erhält.

So einheitlich das Ergebnis erscheint, so unterschiedlich sind die Anlagenkonzepte. Da gibt es Hersteller, die einen möglichst hohen Anteil des Wärmebedarfs solar decken wollen und deshalb eine große Anlage angeboten haben. Andere streben ein möglichst gutes Preis-Leistungs-Verhältnis an, was mit einer kleineren Anlage leichter möglich ist. Doch ganz zwingend ist der Zusammenhang zwischen Größe und Ertrag nicht.

Gut zwei Drittel der Anlagen arbeiten mit Rücklaufanhebung. Der Vergleichstest zeigt, dass mit beiden Funktionsweisen, egal ob die Heizwärme nur aus dem Speicher genommen oder über Rücklaufanhebung nachträglich vom Heizkessel erwärmt wird, ähnlich gute Ergebnisse in Bezug auf die solare Deckung erzielt werden können, wenn sie gut umgesetzt sind. Die Wirkung auf den Heizkessel kann in diesem Test allerdings nicht beurteilt werden.

Alle Anlagen können mindestens 22 Prozent des Wärmebedarfs mit Sonnenenergie abdecken. Mehr als die Hälfte der Systeme schafft über 25 Prozent, was empfehlenswert ist. Erstaunlich: Bei Kombianlagen gibt es in Bezug auf die solare Deckung zwischen den Standorten Passau und Essen kaum Unterschiede.

Am wirtschaftlichsten ist das S0940-Solarheizungsset Sunny Line von Solarfocus. Obwohl eines der Schlusslichter im Ertrag, hat es aufgrund des günstigsten Kaufpreises unter den von uns getroffenen Annahmen die beste ökonomische Bilanz. Vier Anlagen bewerten wir mit weniger als 150 Prozent Einsparung über 20 Jahre gerechnet als nur durchschnittlich. Am ungünstigsten schneidet trotz der hohen Erträge das teure Consolar Kombipaket mit Vakuumröhrenkollektoren ab. Die angesetzten mittleren Preise beruhen auch auf Herstellerangaben und einem Pauschalbetrag für die Montage. Sie können in der Praxis durchaus abweichen, was die Wirtschaftlichkeit verändert.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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