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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2012
» Produkte anzeigen (73)» Testergebnisse abrufen» Heftinhalt [ J1110 ] anzeigen

Für Verbraucher ist es nicht gerade leicht, die wahre Quelle des angeblich grünen Stroms und die unternehmerischen Verstrickungen der Lieferanten zu erkennen. Mit dem Engagement der großen Konzerne auf dem einstigen Nischenmarkt des Öko-Stroms wird das Gelände nicht übersichtlicher. Die unendlichen Verflechtungen und Beteiligungen der Stromanbieter untereinander machen es schwer, die guten von den weniger guten, die nur schlechten von den ganz bösen Stromtarifen zu trennen. Deshalb sollte man selbst bei den saubersten Anbietern abwägen, ob sie nicht doch aus einem nicht so ganz sauberen Konzernverbund stammen. Eine Erkenntnis aber hilft auf jeden Fall weiter. Der beste Öko-Strom ist der Strom, der gar nicht verbraucht wird.

Das Testergebnis

15 Tarife landen auf dem 1. Rang. Es sind allesamt reine Öko-Stromanbieter, die nicht zusätzlich konventionellen Strom im eigenen Angebot verkaufen. Naturstrom, Lichtblick, Greenpeace und die Energiewerke Schönau heben sich zusätzlich ab, weil sie konzernunabhängig sind und auch kein Geld mit Öl oder Kohle verdienen.

Bester Öko-Stromverkäufer trotz konventionellen Angebots ist Entega mit dem Produkt Entega Naturpur. Der Strom enthält im Normalpaket keinen Atomstrom, aber einen hohen Anteil erneuerbarer Energie.

Wasser ist in der überwiegenden Zahl der Tarife die einzige oder wichtigste Öko-Stromquelle - auch bei den reinen Öko-Stromanbietern. Mit Zusatzpunkten haben wir belohnt, wenn der Wasserstrom nach Angaben der Anbieter überwiegend aus neuen oder reaktivierten Anlagen stammt. Denn nur neu gebaute Anlagen vergrößern das Öko-Stromangebot. Da Wasserkraftwerke eine Lebensdauer von mindestens 100 Jahren haben, fallen sie nach einiger Zeit aus der positiven Bewertung, auch wenn sie aufgrund der Öko-Stromnachfrage neu gebaut wurden.

Anbieter, die auch konventionellen Strom verkaufen, landen mit Ausnahme von Entega bestenfalls auf dem 3. Rang. Sie bekamen für ihren Atom- und fossilen Strom Minuspunkte. Denn wer Öko-Strom kauft, will nicht, dass sein Geld bei Unternehmen landet, die an Atomkraft verdienen und möglicherweise sogar neue Kohlekraftwerke bauen. Übrigens produzieren etliche konventionelle Angebote mehr radioaktiven Abfall als im Bundesdurchschnitt.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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