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Ratgeber Rente, Geld, Versicherungen 9: 2011 mit CD
TestRiester-Banksparpläne
Ausgetrickst
Riester-Banksparpläne


Bei Banksparplänen bleibt - man mag es kaum glauben - die Höhe der Zusatzrente bislang komplett im Dunkeln. Denn die konkrete Gestaltung der Auszahlphase wird erst zu Rentenbeginn festgelegt. Laut Gesetz sind die Kreditinstitute - anders als Versicherer - nicht einmal verpflichtet, ihren Kunden schon bei Vertragsabschluss nähere Angaben zur Auszahlphase zu machen.

Gute Rendite heißt nicht ordentliche Zusatzrente

Fest steht lediglich der Rahmen: Zu Rentenbeginn können die Banken das angesparte Kapital als Einmalbeitrag in eine sofort beginnende Rentenversicherung investieren oder ihren Kunden einen Auszahlplan offerieren. Den dürfen sie allerdings nur bis zum 85. Lebensjahr gestalten. Danach sind die Versicherungen am Zug. Sie übernehmen dann den Vertrag und zahlen die garantierte Monatsrente der Bank weiter - bis ans Lebensende der Kunden. Das hat der Gesetzgeber so vorgeschrieben - nicht zuletzt auf Druck der Versicherungslobby. Für die Übernahme des Vertrags ab 85 und die Absicherung des sogenannten Langlebigkeitsrisikos fordern die Versicherungen von den Banken allerdings unverschämt viel Geld.

Das belegen jedenfalls die ersten Modellrechnungen zur Auszahlphase, die ÖKO-TEST im Rahmen dieses Tests eingeholt hat. Weil wir endlich Licht ins Dunkel der Rentenphase bei Banksparplänen bringen wollten, haben wir alle Teilnehmer am Test auch um eine Modellrechnung für die Auszahlphase gebeten. Bekommen haben wir sie in vielen Fällen trotzdem nicht. Elf Volksbanken und drei Sparkassen lehnten ab, weil sie "noch kein geeignetes Verfahren zur Berechnung eines imaginären Angebots im Einsatz haben" (Bank für Kirche und Caritas), weil es "das Folgeprodukt für die Rentenphase noch nicht gibt" (Ethik-Bank) oder weil sie die Auszahlphase schlicht noch nicht kalkulieren können. Fünf Institute weisen in ihren Musterrechnungen für Kunden zwar eine mögliche Rentenhöhe aus. Wie die kalkuliert wurde, konnten oder wollten sie ÖKO-TEST aber nicht verraten. Unterm Strich haben wir daher lediglich von 22 Instituten eine Modellrechnung erhalten.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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