Ratgeber Rente, Geld, Versicherungen 9: 2011 mit CD
Ebenfalls ohne Begründung abgesagt haben: Aachen Münchner, Basler, Concordia, HDI-Gerling, Heidelberger Leben, Iduna Leben, Mecklenburgische, Münchener Verein, Nürnberger, Swiss Life, Stuttgarter, VGH, Württembergische.
Die AXA, die Deutsche Ärzteversicherung und die DBV Deutsche Beamtenversicherung sagten ab, weil auch sie die "Berechnungsanforderungen", sprich die Rückdatierung auf den Jahresbeginn nicht erfüllen konnten. Die Barmenia Versicherung sagte aus "unternehmenspolitischen Gründen" ab. Die Generali lehnte ab, weil sich der Rechnungszins 2012 ändert. Deshalb seien die Informationen "nicht mehr lange aktuell". Die Verträge dieser Anbieter konnte ÖKO-TEST im Testzeitraum leider nicht verdeckt erheben.
Kommentar
ÖKO-TEST Finanzexpertin
Barbara Sternberger-Frey
Der Test und die Folgen
Der Test zeigt deutlich: Die Anbieter informieren nicht korrekt und tricksen bei den Kosten. Konsequenzen müssen sie bislang aber kaum befürchten. Der Verbraucher kann den Kostenausweis weder nachprüfen noch zu hohe Kosten zurückfordern. Wenn wichtige Angaben im Angebot fehlen, wie das Garantiekapital, kann er höchstens noch einen Monat nach der ersten Beitragszahlung vom Vertrag zurücktreten. Mehr bleibt nicht. Erkennt er erst später, dass er beim falschen Anbieter gelandet ist, kommt er oft nur mit hohen Kosten aus dem Vertrag wieder heraus. Doch verbranntes Kapital bei der Altersvorsorge können sich weder Verbraucher noch der Staat leisten. Deshalb ist jetzt der Gesetzgeber gefordert. Er muss dringend dafür sorgen, Verbraucher vor den aufgedeckten Praktiken zu schützen. Das bedeutet: Er muss nicht nur für mehr Transparenz bei den Kosten und Angaben sorgen, sondern den Anbietern klare und unmissverständliche Vorgaben für den Ausweis der garantierten Leistung, für die Kostenangaben sowie für die Modellrechnungen machen, die den Vertragsverlauf sowie Chancen und Risiken der Produkte aufzeigen sollen. Überhöhte Kosten müssen zudem gedeckelt und die Ungleichbehandlung der Kunden bei den Überschüssen verboten werden. Die wohl wirksamste Waffe gegen zu teure und intransparente Produkte wäre zudem das Vorsorgekonto, das die Verbraucherkommission Baden-Württemberg schon seit einem Jahr fordert. Die Verbraucherministerkonferenz der Länder hat die Bundesregierung im Herbst vergangenen Jahres aufgefordert, die Einführung dieses Modells zu prüfen. Doch bislang ist leider noch nichts passiert.
Geld / Recht / Versicherungen
Online-Service für Abonnenten - ANZEIGE -
News
Die Allianz darf ärmere Riester-Kunden nicht mit geringerer Überschussbeteiligung abspeisen als Besserverdienende.
» News lesenDie Versicherungsbranche will nicht nur die Beteiligung der Kunden an den Bewertungsreserven kürzen, sie will die Versicherten jetzt auch an möglichen stillen Lasten beteiligen. Axel Kleinlein warnt vor dem erneuten Griff in die Taschen der Kunden.
» News lesenWer macht die Gesetze? Die Politik? Oder doch die Lobbyisten? Der EU-Abgeordnete Hans-Peter Martin hat nach 24 Monaten den Druck auf ihn bilanziert.
» News lesenRiester-Bausparverträge: Das von ÖKO-TEST entwickelte Modell zur Führung des Wohnförderkontos finden Sie hier.
» News lesenGewinne aus Solaranlagen können die Rente drücken. Betroffen sind vor allem Rentner, die frühzeitig in den Ruhestand gehen.
» News lesenDie 2012 eingeführte Familienpflegezeit stößt auf wenig Gegenliebe. Gerade mal 135 Unternehmen stellten Anträge, so eine Statistik des Bundesfamilienministeriums.
» News lesenDie Deutsche Bank will wieder mit Lebensmitteln spekulieren. Hilfsorganisationen und Umweltschützer sind entsetzt.
» News lesenDer Streit um Hilfen für die Versicherungsbranche ist vertagt. Die Konzerne wollen sich ein Milliardenpolster sichern, um für niedrige Zinsen gerüstet zu sein. Völlig unnötig.
» News lesen » mehr News anzeigen Aktuelle Themen

Social Shopping - Online einkaufen und gleichzeitig für einen guten Zweck spenden - Social-Shopping-Portale machen’s möglich. Doch diese Form des Spendens ist umstritten: Oft bleibt unklar, wie viel Geld wirklich in soziale Projekte fließt.
» Artikel lesen 
Grundeinkommen - Faulenzerprämie oder dringend notwendiger Start in eine veränderte Arbeitswelt? Über das bedingungslose Grundeinkommen, ausgezahlt an jeden Bürger vom Baby bis zum Greis, wird engagiert gestritten.
» Artikel lesen 
Versicherungen - Im Schnitt gibt jeder Deutsche pro Jahr rund 1.800 Euro für Versicherungen aus. Aber nicht jede Police ist unbedingt notwendig. ÖKO-TEST bringt Licht in den Dschungel der Versicherungstarife.
» Artikel lesen 
Konsumentenkredite - Ob nun das Auto oder der große Flachbildschirm – Neuanschaffungen werden heute gerne über einen Kredit finanziert. Längst verleiten MediaMarkt, Ikea & Co. mit ihren Null-Prozent-Angeboten dazu, sorglos shoppen zu gehen. Experten aber warnen.
» Artikel lesen » mehr Themen anzeigen