Ratgeber Rente, Geld, Versicherungen 9: 2011 mit CD
Elf der 30 untersuchten Versicherer geben zwar einen Garantiebetrag an. Doch der ist zu niedrig, weil die Allianz, die Condor-Versicherung, die Debeka, der Deutsche Ring, die Inter-Versicherung, die LV 1871, Money Maxx, die Postbankversicherung, die Neue Leben, die Stuttgarter und der Volkswohl Bund das durch staatliche Zulagen aufgebaute Kapital in den Garantiewerten, die sie ihren Kunden nennen, nicht berücksichtigen.
Auf diese irreführenden Angaben angesprochen, reden sich Anbieter gerne heraus, sie wüssten im Vorfeld ja nicht, ob der Sparer die Zulagen auch beantragt. Das stimmt zwar, ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Die Anbieter können zwar nicht garantieren, dass der Sparer die staatliche Förderung korrekt beantragt. Doch sobald die Zulage auf den Vertrag fließt, muss der Versicherer auch garantieren, dass das damit gebildete Kapital zu Rentenbeginn ohne Abzüge zur Verfügung steht.
Wie man diese Feinheiten auch dem Verbraucher plastisch machen und trotzdem verständlich informieren kann, zeigen Anbieter wie die Alte Leipziger und die Hanse Merkur. Sie rechnen ihren Kunden genau vor, wie viel vom gesamten Garantiekapital durch Eigenbeiträge und wie viel durch Zulagen erwirtschaftet wird. Gleichzeitig weisen sie darauf hin, dass das Zulagenkapital natürlich nur sicher ist, wenn die staatliche Förderung auch beantragt und der Vertrag korrekt bespart wird. Kurz: Diese Anbieter geben ihren Sparern nicht nur korrekte Informationen über die gesamte garantierte Leistung. Mit ihren Zusatzhinweisen helfen sie obendrein, Förderpannen zu vermeiden. Denn der Kunde sieht auf einen Blick, wie viel Geld ihm entgeht, wenn er die Förderung nicht oder nicht korrekt beantragt bzw. den Vertrag nicht korrekt bespart.
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