Ratgeber Rente, Geld, Versicherungen 9: 2011 mit CD
Die Laufzeit: Grundsätzlich gilt: Die Wahl der passenden Laufzeit hängt vom Anlageziel ab. Wer nur einige einkommensschwache Jahre überbrücken oder ein Studium finanzieren will, kann meist gut abschätzen, für wie viel Jahre das Geld reichen soll. Kniffeliger wird es für alle, die sich eine Zusatzrente sichern wollen. Denn anders als beim Konkurrenzprodukt vom Versicherer - der Leibrente - muss der Ruheständler beim Auszahlplan selbst entscheiden, wie lange das Geld reichen soll. Kalkuliert er zu knapp, steht er im hohen Alter womöglich ohne Zusatzeinkommen da. Wählt er die "ewige Rente" und schließt einen Auszahlplan ohne Kapitalverzehr ab, fällt die Monatsrente unter Umständen zu niedrig aus. Deshalb gilt als Faustregel: 20 bis 30 Jahre Laufzeit sollten für die Rente schon einkalkuliert werden. Das gilt zumindest für Ruheständler, die den Vertrag mit 60 oder 65 Jahren abschließen. Pfiffige Senioren können sich aber auch ihre eigene "Leibrente" basteln, indem sie das Kapital auf zwei Verträge - einen mit und einen ohne Kapitalverzehr - verteilen. Dann können sie später immer noch entscheiden, ob das bislang unverzehrte Kapital irgendwann zur Finanzierung des Lebensunterhalts angebrochen werden soll.