Ratgeber Rente, Geld, Versicherungen 9: 2011 mit CD
Ohnehin gilt: Im Unterschied zur lebenslangen Rente vom Versicherer, muss der Kunde beim Auszahlplan selbst festlegen, wie lang das Geld reichen soll. Auszahlpläne sind daher nicht ganz so bequem wie die klassische Leibrente, bei der der Versicherer diese Kalkulation übernimmt. Dafür kann die selbst gebastelte Monatsrente im Gegenzug ganz individuell auf die persönlichen Bedürfnisse maßgeschneidert werden. Außerdem bringt sie oft mehr Ertrag.
Mit 100.000 Euro Anlagebetrag lässt sich aber auch eine ganz bequeme Zusatzrente erzielen, die ewig läuft. Solche Auszahlpläne ohne Kapitalverzehr bieten immerhin 23 der untersuchten Anbieter an. Der Clou dabei: Einige Banken bieten sogar einen Tick mehr Zinsen, wenn der Anleger sein Kapital nicht antastet, sondern sich nur den Zinsertrag als Monatsrente auszahlen lässt. Die Alte Leipziger Bausparkasse bietet zum Beispiel 0,3 Prozentpunkte Zinszuschlag für Anleger, die nur von den Zinsen leben. Damit rutscht die Bausparkasse automatisch auf das Siegertreppchen bei den Auszahlplänen ohne Kapitalverzehr. Der zweite Testsieger, die Sparda Bank Hessen, macht dagegen keinen Zinsunterschied zwischen Plänen mit und ohne Kapitalverzehr. Trotzdem können Anleger bei ihr - ebenso wie bei der Alten Leipziger - für einen Vertrag mit zehn Jahren Laufzeit rund 3,6 Prozent Zinsen und damit immerhin rund 295 Euro Monatsrente allein aus Zinsertrag kassieren. Damit lässt sich schon einiges anfangen, vor allem wenn die Grundbedürfnisse im Alter durch Rente oder Pension abgedeckt sind.