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Ratgeber Rente, Geld, Versicherungen 9: 2011 mit CD
TestRiester-Bausparverträge
Das Zinsniveau entscheidet
Riester-Bausparverträge



Wenn der Traum vom Eigenheim platzt, sollten sich Riester-Bausparer daher nicht scheuen, das Guthaben möglichst rasch in einen besser verzinsten Riester-Banksparplan zu überführen. Das ist förderunschädlich möglich, und mit Ausnahme der Landesbausparkasse Hessen-Thüringen verlangen die Bausparkassen - anders als Riester-Rentenanbieter - auch keine Wechselgebühr für den Ausstieg aus dem Vertrag.

Alternativ bieten einige Bausparkassen auch Tarife an, die einen Zinszuschlag gewähren, wenn der Bausparer auf das Darlehen verzichtet. Beim Tarif R von Wüstenrot sind dann bis zu vier Prozent Habenzinsen drin. Allerdings sind die Zusatzzinsen variabel und hängen von der Umlaufrendite öffentlicher Anleihen ab. Außerdem gibt es den Zuschlag maximal für zehn Jahre. Und nicht zuletzt bezahlt der Riester-Bausparer die Option auf höhere Habenzinsen mit vergleichsweise teuren Bauzinsen, denn die liegen bei 4,9 Prozent in dieser Tarifvariante. Kurz: Die Option auf Zinszuschlag lohnt selten. Wer nicht bauen will, wechselt daher besser den Vertrag.

Eigenheimaspiranten unter den Riester-Sparern sollten dagegen ausschließlich Tarife mit niedrigem Darlehenszins bevorzugen und das zinsgünstige Bauspardarlehen dann auch in Anspruch nehmen. Im Musterfall sind wir davon ausgegangen, dass die Familie mit zwei Kindern die Riester-Förderung auf zwei Bausparverträge fließen lässt, die zunächst sieben Jahre bespart werden. In dieser Zeit zahlt das Ehepaar jeweils exakt vier Prozent des jeweiligen Einkommens abzüglich Zulagen aus eigenen Mitteln auf den Vertrag ein. Hinzu kommen Jahr für Jahr die Zulagen vom Staat. Nach Zuteilung der beiden Bausparverträge fließen die Zulagen dann als Sondertilgung auf den jeweiligen Bausparvertrag. Dadurch wird das Bauspardarlehen besonders schnell getilgt. Im Modellfall lohnt sich das, weil die Kapitalmarktzinsen derzeit niedrig und auch das Restdarlehen vergleichsweise günstig ist.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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