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ÖKO-TEST Oktober 2011
TestKrankenversicherungen, privat, Tarifwechsel
Gut versichert für weniger Geld
Krankenversicherungen, privat, Tarifwechsel



Immerhin 100 Euro weniger bei der ARAG: Dort würde ein Umstieg vom Bausteintarif 203,20,529 auf den Bausteintarif 21P80, 240,529 einem 55-jährigen Mann immerhin rund 84 Euro Ersparnis im Monat und einer 55-jährigen Frau sogar 96 Euro weniger Monatsbelastung bringen. Kleiner Wehmutstropfen bei diesem Wechsel: Der Selbstbehalt steigt von 330 Euro auf 20 Prozent bis maximal 1.000 Euro für ambulante Leistungen. Das ist bei Ermittlung der monatlichen Ersparnis aber bereits berücksichtigt. Schaut man nur auf den Monatsbeitrag, sinkt die Belastung für einen Gesunden, der keine Leistungen in Anspruch nimmt, von zuvor rund 502 Euro auf rund 404 Euro beim Mann und von 598 auf 487 Euro bei der Frau.

Höherer Selbstbehalt im neuen Tarif unproblematisch: Bei der Nürnberger Versicherung zahlt sich der Wechsel vom Bausteintarif A006, S001, Z001 auf den Kompakttarif CC30, EBV 31 für Gesunde sogar noch stärker aus. Denn ohne Berücksichtigung des von 360 auf 1.600 Euro erhöhten Selbstbehalts im neuen Tarif halbiert sich der Monatsbeitrag für den 55-jährigen Mann fast auf rund 269 Euro. Bei der gleichaltrigen Frau wird der Beitrag immerhin um rund 35 Prozent auf 393 Euro pro Monat gedrückt. Auch unter Anrechnung des erhöhten Selbstbehalts bleiben immer noch 153 Euro mögliche Ersparnis für den Mann und rund 106 Euro für die Frau - immer vorausgesetzt, dass der Versicherer die Anrechnung der aufgebauten Alterungsrückstellungen nicht deckelt.

Höherer Selbstbehalt im alten Tarif lohnt nicht: Die reine Erhöhung des Selbstbehalts im abgeschlossenen Tarif lohnt sich dagegen nur selten. Zwar sieht die Beitragsersparnis auf den ersten Blick immer üppig aus. Doch im Krankheitsfall müssen die Kunden erst einmal tief in die eigene Tasche greifen, bevor auch der Versicherer ran muss. Unterm Strich sind in allen untersuchten Musterfällen mit erhöhtem Selbstbehalt daher maximal 120 Euro anfängliche Ersparnis pro Monat drin. Oft springen aber nur 40 bis 50 Euro heraus. Der Vorteil hält zudem selten lange. Denn bei künftigen Beitragssteigerungen sind die Versicherten weiter kräftig dabei. Nicht selten ist der Monatsbeitrag vier bis fünf Jahre nach Umstellung daher schon wieder genauso hoch wie vorher, nur der Selbstbehalt hat sich verdoppelt oder verdreifacht. Kurz: Das ist selten ein gutes Geschäft.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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