Startseite

Übersicht Kosmetik / Körperpflege / Mode
Testberichte aus dem Archiv
Anfang Übersicht Seite 1/5 Eine Seite vor Ende
ÖKO-TEST Oktober 2011
TestWolle
Wollala!
Wolle



Die abrissreife Stadtvilla in Hamburg-Altona ist ein Treffpunkt für Leute, die ein Faible für Mode und Design und vor allem für Handgemachtes haben. "Wir wollen zeigen, dass Konsum anders geht", sagt Projektleiterin Anne Meyer. Der Verein Lokal organisiert Designmärkte, lädt ein zum Klamottentausch oder zu Bastelnächten, in denen alle ausprobieren, was man so alles selber machen kann. Einmal im Monat trifft sich der Strickklub.

Nach und nach trudeln vor allem junge Frauen ein, kramen ihr Strickzeug hervor und legen los. "Stricken ist meditativ. Es ist eine Art, sich mit sich selber zu beschäftigen", sagt Anna Nimmo. "In einer Zeit, in der alles schnell läuft, kommt man dabei runter." Sie selbst strickt Mützen und verkauft sie, sie engagiert sich als Vorstand im Verein Lokal und hat den Strickklub gegründet. Denn Stricken hat noch einen weiteren Vorteil: Wer nicht gerade Maschen zählt oder aufnimmt, kann dabei auch wunderbar klönen. Statt allein zu Hause im Internet unterwegs zu sein, lassen sich die jungen Strickerinnen im Lokal ein Bier oder einen Milchkaffee einschenken und plaudern nadelklappernd drauflos. "Schon in den Zwanzigerjahren gab es Stricktreffs", sagt Anna. Früher aber war es anders: "Da mussten die Mädchen stricken, sie durften nicht untätig sein." Heute tun sie es, weil es Spaß macht und weil sie lieber originelle, handgemachte Einzelstücke tragen als die H&M-Billigmode, die für Hungerlöhne in asiatischen Sweat-Shops genäht wird.

Originelle Einzelstücke statt Billigmode

Es ist schon merkwürdig. In den Siebzigerjahren häkelten Hippies kunterbunte Umhängetücher, in jeder Vorlesung klapperten die Nadeln, junge Frauen strickten ihren Liebsten meist übergroße Pullis. Die trugen sie klaglos. Wer es etwas schicker haben wollte, brauchte nur die nächste Frauenzeitschrift voller Anleitungen zu kaufen oder konnte die Strickmuster in den Schaufenstern der Modegeschäfte abgucken. Anfang der Achtziger strickten rund 80 Prozent aller Mädchen und Frauen, bundesweit gab es etwa 6.000 Handarbeitsgeschäfte, schätzt die Initiative Handarbeit, ein Zusammenschluss von Firmen, die Handarbeitsgarne und Zubehör herstellen. Anfang der Neunziger war alles vorbei. Läden verschwanden, Verlage nahmen Handarbeit-Titel vom Markt. Ein Jahrzehnt lang war Stricken und Häkeln out.



» weiter auf der nächsten Seite

Inhalt

Anfang Übersicht Seite 1/5 Eine Seite vor Ende



Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



Mehr Artikel zu diesem Themengebiet
Testbericht
Naturkosmetik, Pseudo: Feigenblatt
Testbericht
Seifen, flüssige: Eine saubere Sache
Testbericht
Tattoofarben: Abwiegeln, wegschieben, vertuschen
Testbericht
Gesichtsmasken: Extraportion
Testbericht
Naturkosmetik, Neuheiten: Alles im grünen Bereich

Achtung, Duftstoffe!: An der Nase herumgeführt
Schönheitsweisheiten: Stimmt es oder stimmt es nicht?
Haarfarben: Natur auf dem Kopf
Second-Hand-Kleidung: Nicht mehr zweite Wahl
Sandgestrahlte Jeans: Tödlicher Modetrend

Leserfrage: Pflanzenhaarfarben anrühren
Leserfrage: Kann eine Sporthose Bein- und Pomuskeln straffen?
Leserfrage: Keine permanente Haarentfernung
Leserfrage: Ist auf Organic-Cotton-Label bei Bekleidung Verlass?
Leserfrage: UV-Schutz für gefärbte Haare?


 Kosmetik / Körperpflege / Mode
Online-Service für Abonnenten
 - ANZEIGE -
 News
Duftstoffe
Auf dem Prüfstand: Der wissenschaftliche Ausschuss für Verbrauchersicherheit (SCCS) hat der EU-Kommission empfohlen, die Regelungen für die Verwendung von Duftstoffen in Kosmetika deutlich zu verschärfen. » News lesen
Bioland wird modebewusst
Der Erzeugerverband Bioland arbeitet künftig mit der Augsburger Textilfirma Manomama zusammen. » News lesen
Nicht kaufen!
Mit seiner Common-Threads-Initiative lädt der Outdoor-Hersteller Patagonia zum sorgsamen Konsumieren ein. » News lesen
Erst Bedarf prüfen, dann imprägnieren
Das Umweltbundesamt rät, nicht vorschnell zu Imprägniersprays zu greifen. Die meisten sind giftig und werden in der Natur kaum abgebaut. » News lesen
EU schränkt Kosmetikwerbung ein
Viel zu dicht getuschte Wimpern oder eine komplett glatt gebügelte Haut haben in der Vergangenheit immer wieder für Diskussionen gesorgt. Nun will die EU Kosmetikwerbung einschränken. » News lesen
Die Kleiderbibliothek
Neuer Trend: In der Kleiderei im Hamburger Viertel St. Pauli kann frau Bekleidung leihen, die u.a. von Designern gespendet wurde. » News lesen
Biokreis Richtlinie für Leder
Die Anforderungen des Labels "Biokreis Richtlinie für Leder" gehen weit, sind aber längst nicht so detailliert wie die IVN-Richtlinien für Naturleder. Produkte nach den Biokreis-Richtlinien sind aber empfehlenswert. » News lesen
Aus für Tierversuche
Seit März 2013 sind Körperpflegeprodukte verboten, die an Tieren getestete Inhaltsstoffe enthalten. Das Verbot stand bis zuletzt auf der Kippe. » News lesen
» mehr News anzeigen
 Aktuelle Themen
Haarfarben
Haarfarben - Der schönste Haarschmuck ist eine brillante Farbe. Mit synthetischen Farben lassen sich traumhafte Ergebnisse erzielen. Weniger traumhaft ist das, was in den chemischen Kolorationen steckt. Pflanzenhaarfarben sind deshalb die bessere Wahl. » Artikel lesen
Made in Germany
Made in Germany - Es gibt nicht viele Modeunternehmen, die hierzulande produzieren. Aber sie sind durchaus erfolgreich. Wir stellen einige Firmen vor, bei denen sie echte Mode "Made in Germany" bekommen. » Artikel lesen
Sandgestrahlte Jeans
Sandgestrahlte Jeans - Gebleichte Jeans gelten als schick und lässig. Doch für die Arbeiter in den Fabriken ist dieser Used Look tödlich. Das Sandstrahlverfahren, mit dem die Hosen künstlich altern, zerstört ihre Lungen. Die Textilindustrie führt die Produktion dennoch fort. » Artikel lesen
Achtung, Duftstoffe!
Achtung, Duftstoffe! - Ob Creme, Parfüm, Körperlotion oder Liftingserum - überall sind Duftstoffe im Spiel. Mit natürlichen, aus Pflanzen gewonnenen Aromen lässt sich der immense Bedarf schon lange nicht mehr decken. Daher steigen uns meist im Labor gemixte Düfte in die Nase. » Artikel lesen
» mehr Themen anzeigen

  An den Seitenanfang gehen
ÖKO-TEST vorbeugender Verbraucherschutz seit 1985 - unabhängig, objektiv, wissenschaftlich
Das Essen und Geniessen-Super-Paket

Preis: 19.80 €

» Paket kaufen
Ratgeber Essen 12:2013 mit CD

Preis: 6.90 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
Das Kleinkinder-Super-Paket

Preis: 29.80 €

» Paket kaufen
Spezial Ausstattung

Preis: 5.00 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
ÖKO-TEST Mai 2013

Preis: 3.80 €

» Inhalt anzeigen
» Heft kaufen
» Abo / ePaper
Das Rund ums Haus-Super-Paket

Preis: 19.80 €

» Paket kaufen
Bereiche
Kinder / Familie
Kosmetik / Mode
Gesundheit / Medikamente
Bauen / Wohnen
Essen / Trinken
Geld / Versicherung
Technik / Freizeit
Informationen
Impressum
Datenschutz
Kontakt
Fragen zu ÖKO-TEST
Label-Verstöße
Unsere Testverfahren
Media
Mediadaten
Label
Markt & Medien
Presse / Handel

Investor Relations
Services
Übersicht Service

Online-Shop
Forum
RSS Feed
ePaper
pressekatalog.de
pubbles.de
Abonnement
Serviceseite



© ÖKO-TEST Verlag GmbH, Frankfurt am Main