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Ratgeber Kleinkinder 13:2011
TestMineralwasser, still, Säuglingsnahrung
Verdächtige Stille
Mineralwasser, still, Säuglingsnahrung



Auf Familie Schulz kommen bald Renovierungsarbeiten zu. Sie wohnt in einem Mietshaus, das 1930 gebaut wurde und in dessen Wänden noch immer alte Bleirohre stecken. Blei ist ein starkes Nervengift und kann bei Kleinkindern das Gehirn schädigen. Auch bei Erwachsenen können in Extremfällen Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Gewichtsverlust auftreten. Nachwuchs Martha bekommt ihre Säuglingsnahrung deshalb stets mit teurem Mineralwasser zubereitet, das eigens für diesen Zweck ausgelobt ist. Demnächst steht bei den Schulzes der Austausch der Bleileitungen an, denn Ende 2013 sinkt der erlaubte Grenzwert für Blei im Trinkwasser nochmals.

Doch auch Eltern in neueren Wohnungen verwenden häufig Mineralwasser, das zur Herstellung von Säuglingsnahrung ausgelobt ist. Grund: Man will es für die Knirpse unbedingt richtig machen, und was da aus dem Wasserhahn kommt - das weiß man ja nie so genau. Was viele Eltern aber nicht ahnen: Giftige Stoffe können auch in natürlichem Mineralwasser stecken. Sie werden beim langen Weg durch die Gesteinsschichten in bestimmten Regionen vom Wasser aufgenommen. Eine natürliche Sache, die aber gesundheitlich bedenklich sein kann.

Gar nicht natürlich sind hingegen Abbauprodukte von Pestiziden, die über den Acker im Grundwasser landen. Inzwischen findet man sie auch in manchen Mineralwässern. Überschreiten die Gehalte einen bestimmten, im Gesetz festgelegten Orientierungswert, droht die Schließung der Quelle, aus der das Wasser gewonnen wurde, und die Aberkennung der Mineralwasserzulassung. Die Orientierungswerte sollen die ursprüngliche Reinheit von Mineralwasser sicherstellen.

Wir wollten wissen, wie die Qualität von Mineralwässern aussieht, die explizit für die Ernährung von Säuglingen empfohlen werden, und haben 30 Wässer aus zehn Bundesländern ins Labor geschickt - mit dabei die beliebten französischen Marken Evian und Volvic. Die Produkte wurden unter anderem auf Schwermetalle, die Belastung mit Keimen und Pestizidabbauprodukte untersucht.



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Inhalt

» Auf Familie Schulz kommen bald Renovierungsarbeiten ...
» Das Testergebnis - Drei Mineralwässer ...
» Der Trend im Mineralwassermarkt geht zu Einweg. ...

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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