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Ratgeber Kosmetik 11:2011 mit CD
TestNaturkosmetik, Pseudo
Feigenblatt
Naturkosmetik, Pseudo



Viele der eingesetzten synthetischen Stoffe sind umstritten und/oder bedenklich. Dazu gehören zum Beispiel Substanzen, die krebsverdächtiges Formaldehyd abspalten können.

Kompakt

Natur oder Chemie?

Eindeutig natürliche Stoffe

Eindeutig natürliche Stoffe sind "grün" in unserer Tabelle (siehe ab Seite 74). Hierunter fallen Pflanzenöle/-extrakte, unabhängig davon ob sie aus Öko-Anbau stammen oder nicht, mineralische Stoffe wie Titandioxid sowie Salze und Wasser. Zudem haben wir Stoffe wie Citric Acid, Hydrolyzed Sweet Almond Protein, Decyl Polyglucose, Xanthan Gum, Cera Alba, Fructose oder Algin als eindeutig natürlich bezeichnet.

Eindeutig chemische Stoffe

Chemische Stoffe sind "rot" in der Tabelle. Hierunter fallen künstliche Farbstoffe wie Tartrazin (CI 19140), synthetische Konservierungsstoffe wie Parabene, Silikone, Paraffine/Erdölprodukte, chemische UV-Filter sowie weitere rein chemische Zutaten mit ganz unterschiedlichen Funktionen in Kosmetika. Künstliche Duftstoffe sind Butylphenyl Methylpropional, Lyral und Methyl 2-octynoate; sie werden rein synthetisch hergestellt. Alpha-Isomethyl Ionone, Hydroxycitronellal und Hexyl Cinnamal kommen in natürlichen, ätherischen Ölen in so geringen Konzentrationen vor, dass bei nennenswerten, deklarationspflichtigen Gehalten ihre synthetischen Vertreter verwendet werden. Chemische Konservierungsstoffe wie Sodium Salicylate oder Benzoate, die auch in echter Naturkosmetik toleriert sind, haben wir nicht als Chemiestoffe erfasst, weil sie die Produkte stabil halten.

Die Grauzone

In Kosmetika stecken eine ganze Menge Zutaten, die sowohl aus pflanzlichen, aber auch aus petrochemischen Rohstoffen produziert werden können oder mit Verfahren, die nicht "natürlich" genug sind, weil sie etwa im Stoffwechsel von Pflanzen keine Rolle spielen. Dazu gehört unter anderem das sehr häufig eingesetzte Glycerin. Nur bei zertifizierter Naturkosmetik, die sich durch private Labelvergeber einer externen Kontrolle unterziehen, kann man sich darauf verlassen, dass Glycerin und Co. wirklich aus pflanzlichen Rohstoffen kommen.




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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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