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Ratgeber Kosmetik 11:2011 mit CD
TestNaturkosmetik, Pseudo
Feigenblatt
Naturkosmetik, Pseudo



Kosmetik wird immer grüner", sagt Elfriede Dambacher vom Beratungsunternehmen Naturkosmetik-Konzepte. Denn der Verbraucher habe heute ein höheres Bedürfnis nach Gesundheit und Nachhaltigkeit. Und davon wollen auch die Hersteller, die bislang nur konventionelle Kosmetik angeboten haben, profitieren. "Die Hersteller testen dabei aus, wie viel Greenwashing über Positionierung und Werbung möglich ist", so Dambacher.

Selbst Experten der amtlichen Kontrolle stecken in einem Dilemma, wenn es darum geht, Irreführung in puncto Natürlichkeit bei Kosmetika zu kontrollieren. Es gibt zwar rechtliche Vorschriften zum Schutz vor Täuschung bei Kosmetika. Da im Gesetz aber "Natur" oder "natürlich" nicht definiert wurde, sind die Vorschriften für die Untersuchungsbehörden praktisch nicht umsetzbar.

Verschaukelt die Industrie hier den Verbraucher? Wir fragten beim Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) nach, was von der Grünfärberei bei Kosmetik gehalten wird. Für die Überwachung von Kosmetika seien die amtlichen Behörden zuständig, erklärte dazu Birgit Huber vom IKW. Eine Überprüfung, ob sich die Verbandsmitglieder an eine freiwillige Vereinbarung aus den Jahren 1992/93 halten, erfolge nicht. Diese Vereinbarung legt fest, dass Naturkosmetik ausschließlich aus pflanzlichen, tierischen und mineralischen Naturstoffen hergestellt ist und nur bestimmte Konservierungsstoffe enthält.

Dass ihre als grün ausgelobten Produkte nicht wirklich natürlich sind, ist den konventionellen Herstellern offenbar bewusst. Bei Schwarzkopf & Henkel habe man sich für die klassischen Aok-Produkte ganz bewusst gegen ein Naturkosmetikkonzept entschieden. Origins teilte mit, die Wirksamkeit sei wichtiger, man verzichte, soweit es geht, auf Chemiezutaten. Artdeco beabsichtigte mit der Serie Skin Yoga nur eine Annäherung an Natur. Die Serie Skin Yoga Biolab habe einen stärkeren Naturansatz und sei aufgrund des Trends "Natur" entstanden. Und The Body Shop stehe für von der Natur inspirierte Produkte. Ebenso vage äußerte sich Yves Rocher: Alle Produkte basieren auf Pflanzen und man baue auf synthetische Stoffe, wenn sie sicherer und effizienter sind.



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Inhalt

» Kosmetik wird immer grüner", sagt Elfriede Dambacher ...
» Wie stark darf Natur verarbeitet ...
» Das Testergebnis - Der grüne ...
» Viele der eingesetzten synthetischen Stoffe sind ...

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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