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Ratgeber Kosmetik 11:2011 mit CD
TestWattepads
Zum Abschminken!
Wattepads



Manche Menschen benutzen Wattepads, um damit Ihre Brillengläser zu reinigen. Andere tränken sie in Kamillen- oder Schwarztee und legen sie auf die Augen, um zu entspannen. Die meisten aber nehmen diese Produkte, um Make-up, Lippenstift und Wimperntusche abzuschminken. Das Pad soll - zusammen mit der Reinigungslotion - den Schmutz entfernen und dabei schön weich sein, um die empfindliche Gesichtshaut nicht zu reizen.

Fast alle Pads in unserem Test bestehen aus reiner Baumwolle. Die Wattehersteller müssen dabei nicht etwa mit der Textilindustrie konkurrieren, sondern bekommen Fasern aus den Spinnereien, die für Kleidung weniger geeignet sind.

Sowohl beim Anbau von Baumwolle als auch bei der Reinigung und Aufbereitung von Fasern kommt jede Menge Chemie zum Einsatz. Wir wollten deshalb wissen, ob Schadstoffe in den Pads stecken, die schließlich direkt mit der empfindlichen Haut in Berührung kommen. 20 verschiedene Wattepads aus Drogerien, Discountern und Supermärkten - fünf davon in Bio-Qualität - gingen in die von uns beauftragten Labore.

Das Testergebnis

Die meisten Produkte bekommen die Bestnote "sehr gut", zwei sind "gut".

Nur in den Bellecare Wattepads wies das von uns beauftragte Labor optische Aufheller nach. Zwar waren lediglich die drei Pads betroffen, die oben in der Verpackung lagen; die restlichen 77 in der derselben Packung waren nicht betroffen. Dennoch: Der Kunde erwartet durchgängig gute Qualität.

Viele Hersteller schreiben auf die Verpackung: Chlorfrei gebleicht. Das stimmt, es waren diesbezüglich keinerlei Rückstände nachweisbar. Die Bleiche wird heute mithilfe von Sauerstoff gemacht.

Auch weitere bedenkliche und umstrittene Schadstoffe, die während der Aufbereitung und Verarbeitung in die Fasern gelangen können, etwa Formaldehyd oder der ebenfalls umstrittene Ersatzstoff Glyoxal, wurden in keinem Produkt nachgewiesen.

Alle Hersteller von Wattepads in Bio-Qualität werben mit einer kompostierbaren Verpackung. Die Idee ist gut, aber in der Praxis funktioniert sie nicht. In hochautomatisierten industriellen Kompostierwerken sind die abbaubaren Folien maschinell nicht erkennbar und werden - wie reine Kunststofffolien auch - zum großen Teil gleich aussortiert. Die Stückchen, die es in den Kompost schaffen, verrotten - verglichen mit anderem organischen Material - zu langsam und werden später aussortiert.

In vier Produkten stecken die optischen Aufheller in den Bändern der Verpackung, an denen man diese aufhängen kann. Weil sie die Umwelt belasten, werten wir auch das ab.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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