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Manches Mal scheinen die Versprechen der Hersteller vielleicht ein bißchen dick aufgetragen - doch eine gute Pflege und rund 15 Minuten Entspannungszeit, die frau sich nach dem Auftragen der Maske gönnt, tun in jedem Fall gut. Allerdings haben vergangene Tests oft genug gezeigt, dass Gesichtsmasken jede Menge Schadstoffe enthalten. Daher wollten wir wissen, wie es aktuell um die Qualität von Feuchtigkeitsmasken steht. Wir haben deshalb 21 Masken - davon zehnmal zertifizierte Naturkosmetik - in die Labore geschickt und auf viele bedenkliche Stoffe untersuchen lassen.

Das Testergebnis

Zertifizierte Naturkosmetik hat wie immer die Nase klar vorn und schneidet ausnahmslos mit "sehr gut" ab. Am anderen Ende der Skala rauschen zwei Produkte durch den Test, nämlich die Masken von Nivea und Yves Rocher.

Nivea fällt durch einen bedenklichen Inhaltsstoff, einen Formaldehydabspalter, negativ auf; er wird als Konservierungsstoff eingesetzt. Formaldehyd gilt als krebsverdächtig und außerdem als starkes Allergen. Es reizt schon in geringen Mengen die Schleimhäute und lässt die Haut schneller altern. Wozu Konservierungsmittel in der Einmalverpackung? Die Antwort von Nivea: Es müsse sichergestellt sein, dass das Produkt mikrobiologisch unbedenklich bleibt - während der Herstellung, Abfüllung und in der Produktion. Auch falls die Verwenderin doch nicht den ganzen Packungsinhalt verbraucht, sondern einen Teil der Maske aufbewahrt, müsse das Produkt hygienisch unbedenklich bleiben. Laut Kosmetikverordnung ist der Stoff, aus dem sich Formaldehyd bilden kann, übrigens erlaubt; zertifizierte Naturkosmetik schließt ihn aber aus.

Mit Propyl- beziehungsweise Butylparabenen zur Konservierung in fünf Marken sind wir auch nicht einverstanden, weil es Hinweise auf eine hormonelle Wirkung dieser umstrittenen Inhaltsstoffe gibt.

Was auf der Verpackung schlicht als Parfüm auftaucht, kann mehrere Hundert Einzelduftstoffe enthalten. 26 davon sind deklarationspflichtig. Der Informationsverbund Dermatologischer Kliniken (IVDK) erfasst, welche Stoffe als Allergene sehr wirksam sind. Als problematische Duftstoffe gelten beispielsweise Cinnamylalkohol, Hydroxycitronellal und Lyral, die in drei Masken vorkommen.

Unter der Sammelbezeichnung "Parfüm" verbergen sich in der Maske von Yves Rocher weitere unangenehme chemische Riechstoffe: polyzyklische Moschus-Verbindungen. Sie sind biologisch schwer abbaubar und reichern sich im menschlichen Fettgewebe und in der Umwelt an. Einige der polyzyklischen Moschus-Verbindungen haben im Zell- und Tierversuch hormonelle Wirkung gezeigt.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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