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ÖKO-TEST August 2011
TestTomaten
Sauber!
Tomaten



Leuchtend rot liegen sie in den Auslagen: Tomaten. Eigentlich nichts Besonderes? Könnte man meinen. Schließlich sind die roten Früchte das Lieblingsgemüse der Deutschen. Rund 20 Kilo essen wir im Schnitt pro Jahr, knapp die Hälfte davon als Frischware.

Angesichts dieser großen Bedeutung verwundert es nicht, dass Tomaten rund ums Jahr zu haben sind. Importe aus Spanien, Italien oder Israel machen es möglich, ebenso die typischen Treibhausanbieter aus Holland und Belgien. Deutsche Tomaten haben demgegenüber Seltenheitswert. Laut der Agrarmarkt-Informations-Gesellschaft lag deren Anteil im Jahr 2010 gerade einmal bei knapp neun Prozent. Doch er wächst - so waren es vor Jahren erst spärliche fünf Prozent.

Deutsche Tomaten haben von April bis Oktober Saison. Wer allerdings glaubt, dann leckere Tomaten aus dem Freiland zu ergattern, liegt falsch. Denn das rote Gemüse kommt auch hierzulande meist aus dem Anbau unter Glas oder Folie. "Für verlässliche Ernten aus dem Freiland ist es hier oft zu nass und zu kühl", klärt Gärtnermeister Markus Walkusch-Eylandt auf. Walkusch-Eylandt verantwortet die Gemüseerzeugung in der Demeter-Gärtnerei Sannmann südöstlich von Hamburg. "Ab einer bestimmten Blattfeuchte treten bei Tomaten Pilzkrankheiten auf und die Pflanzen sterben ab", sagt er. Früher habe man dagegen Kupfer eingesetzt, auch pilzresistente Sorten wurden entwickelt. Doch die seien geschmacklich nicht attraktiv. So baue man die Tomaten auch bei Sannmanns vor Wind und Wetter geschützt im Gewächshaus oder Folientunnel an.

Tomaten wachsen meist unter Glas

Dabei würde sich ein laues Lüftchen bei Tomaten durchaus positiv auswirken, weiß der Fachmann. Denn Wind trocknet nicht nur die Blätter, sondern ist von Hause aus auch für das Bestäuben der Blüten zuständig. Nur so können sich Früchte entwickeln. Im Gewächshaus übernehmen das spezielle Hummelvölker - nicht nur bei Bio-Bauern.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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