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ÖKO-TEST Juli 2011
TestMineralwasser, still
Rein gar nichts
Mineralwasser, still



Hier ging es um die ökologische Bilanz der vier wichtigsten Abfüllsysteme PET-Mehrweg, Glas-Mehrweg, PET-Einweg und PET-Cycle. Dabei spielen unter anderem das Material, Wiederbefüll- und Recyclingquoten, Flaschengrößen und die Entfernungskilometer von der Abfüllung bis in den Laden eine Rolle.

Die Bewertung

Das Gesamturteil beruhte überwiegend auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Die ökologisch weniger sinnvollen PET-Einweg- und PET-Cycle-Flaschen führten unter den Weiteren Mängeln zu Punktabzug. Um auszuschließen, dass von uns gekaufte PET-Einwegflaschen womöglich auch als Mehrweg erhältlich sind, berücksichtigten wir weitere, von den Herstellern genannte Angebotsformen.

Interview

Wegducken hilft nicht

Manfred Mödinger ist Diplom-Ingenieur und langjähriger Experte für Mineralwasser. Er berät Brauereien, Mineralbrunnen und Händler unter anderem zu Qualitätsfragen von Mineralwasser und Bio-Getränken.

ÖKO-TEST: Kann ein Mineralwasser noch rein sein, wenn es Pestizidmetabolite enthält?

Manfred Mödinger: Der Begriff "rein" ist schwer zu definieren. Der Verbraucher sieht das oft so, dass da nichts von dem drin sein darf, was ihm eventuell irgendwann und irgendwie schaden könnte. Dabei gehen die Menschen von der Illusion aus, dass es nach über 50 Jahren weltweiter Anwendung der Agrochemie noch nennenswerte Flecken auf der Erde gäbe, wo das Zeug nicht im Boden ist.

ÖKO-TEST: Wie geht die Branche mit dem Problem um?

Mödinger: Die Mineralbrunnenbranche hat leider auf "Wegducken" gesetzt. Man hoffte, das Problem geht irgendwie vorbei. Das ist natürlich blauäugig. Und ebenfalls blauäugig war es, ständig zu behaupten, dass Mineralwasser von Gesetzes wegen keine Stoffe enthalten dürfe, die vom Menschen als Verschmutzung in die Umwelt gebracht wurden. Diesen Unfug haben führende Brunnenchefs noch vor wenigen Wochen öffentlich behauptet. Da darf man sich nicht wundern, wenn einem so etwas vor die Füße fällt. Wenn wir gutes Wasser wollen, müssen wir die ökologische Landwirtschaft fördern und die Bundesregierung muss endlich ihre Blockadepolitik gegenüber dem ökologischen Landbau aufgeben.

ÖKO-TEST: Was kann ein Hersteller tun, wenn sein Wasser belastet ist?

Mödinger: Ich möchte mich gegen das Wort "belastet" wenden. Das klingt so, als ob man ein Problem für die Konsumenten beseitigen müsste. Für eine solche Bewertung sind die Stoffmengen zu gering. Allerdings haben die Mineralbrunnen keine legale Möglichkeit, diese Stoffe aus dem Wasser zu beseitigen. Da die Umweltverschmutzung der Wässer nach meiner Überzeugung weiter zunehmen wird, wird der Gesetzgeber nicht umhinkommen, geeignete Behandlungsmaßnahmen zuzulassen.




Inhalt

» Natürliches Mineralwasser ist ein ganz besonderes ...
» Aus Sicht der Mineralwasserbranche ist die ...
» Das Testergebnis - Jedes fünfte Wasser ...
» Einige Wässer haben Probleme mit Bor und Mangan. ...
» So reagierten die Hersteller ...
» Johannes Remmel, Verbraucherschutzminister aus ...
» Metabolite von Pestiziden - relevant oder ...
» So haben wir getestet - Der Einkauf ...
» Hier ging es um die ökologische Bilanz der vier ...

Ergänzung

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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