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ÖKO-TEST Juni 2011
TestMineralwasser, still, Säuglingsnahrung
Grüße vom Bauern!
Mineralwasser, still, Säuglingsnahrung



So haben wir getestet

Der Einkauf

Eltern verwenden häufig Mineralwasser, das zur Herstellung von Säuglingsnahrung ausgelobt ist. Damit die Kleinen nicht wegen der Kohlensäure aufstoßen, bietet sich Mineralwasser ohne Kohlensäure an. Weil Mineralwasser traditionell ein typisch regionales Produkt ist, waren unsere Einkäufer in Getränkemärkten der gesamten Republik unterwegs. Dabei haben sie bevorzugt umweltfreundliches Mehrweg eingekauft. Im Test sind Wässer aus zehn Bundesländern sowie die viel gekauften französischen Marken Evian und Volvic. Als Eigenmarkenprodukt passte nur Tip Natürliches Mineralwasser Naturell ins Testfeld.

Kritische Inhaltsstoffe

Kohlensäure hemmt das Keimwachstum. Wässer ohne Blubber sind deshalb anfälliger für Keimbefall und wurden entsprechend unter die Lupe genommen. Auf seinem Weg durch die verschiedensten Gesteinsschichten nimmt das Wasser nicht nur wertvolle Mineralstoffe auf, sondern - je nach Art des Gesteins - auch giftige Schwermetalle wie Arsen und Uran. Die Analyse der Schwermetalle war deshalb ein weiterer Schwerpunkt. Auch radioaktive Strahlung ist natürlichen Ursprungs und nicht komplett zu verhindern. Neben den Radionukliden Radium-226 und Radium-228, für die es gesetzliche Grenzwerte gibt, ließ ÖKO-TEST noch weitere Radionuklide wie Blei, Uran und Polonium untersuchen, da sie zur Gesamtstrahlenbelastung beitragen. Während diese Probleme altbekannt sind, gibt es ein Neues: Abbauprodukte von Pestizidwirkstoffen gelangen inzwischen schon bis in manche tiefen Quellvorkommen der Mineralwässer. Wir ließen die Wässer deshalb auf ein umfangreiches Programm an möglichen Stoffen untersuchen. Die hormonähnlichen Wirkungen von Mineralwasser, die in den vergangenen Jahren immer wieder im Gespräch waren, haben wir hingegen nicht untersucht. Wissenschaftler sind sich zwar einig, dass sehr geringe Konzentrationen an hormoneller Aktivität messbar sind. Von welchen möglichen Inhaltsstoffen die Aktivität ausgeht und wie sie sich auf den Menschen auswirkt, ist aber noch unklar. Eine Gesundheitsgefahr gibt es nach Auffassung der Fachwelt nach derzeitigem Kenntnisstand nicht. Dennoch bleiben wir selbstverständlich an der Problematik weiter dran.

Die Verpackung

Mehrweg oder Einweg: Welche Verpackung die ökologisch sinnvollste ist, hängt von sehr vielen Rahmenbedingungen ab. Wir haben den Stand der Wissenschaft gesichtet und mit Experten gesprochen, um konkrete Empfehlungen für den Verbraucher abzuleiten.

Die Bewertung

Werden Orientierungswerte überschritten, kann das Produkt im Testergebnis Inhaltsstoffe nicht besser sein als "mangelhaft". Um die Qualität untereinander besser zu differenzieren und aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes werten wir - in milderem Umfang - auch schon ab, wenn mehr als die Hälfte eines Grenzwertes erreicht wird - hier bei Arsen und Uran. Eine erhöhte Keimbelastung im Säuglingswasser führt ebenfalls zu moderatem Punktabzug, solange es keine gefährlichen Keime sind. Die schlechtere Öko-Bilanz von Einweg findet sich unter den Weiteren Mängeln wieder und beeinflusst das Gesamturteil. Die Bewertung differiert zu unseren Tests in den Jahren zuvor, weil die Bilanzen von PET-Einweg beziehungsweise PET-Cycle tendenziell besser geworden sind.




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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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