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ÖKO-TEST Juni 2011
TestHornhautmittel
(An)Sporn
Hornhautmittel



Wer keine besonderen Probleme hat, spart sich häufig das Geld für den Fußexperten und versucht sich zu Hause selbst an der Fußpflege. Scharfes Werkzeug, wie es der Podologe einsetzt, ist dabei tabu, weil man sich damit übel verletzen kann. Große Hoffnungen, möglichst schnell und mühelos makellose Füße zu erhalten, werden an Spezialcremes und -pflaster aus der Apotheke oder aus dem Drogeriemarkt geknüpft.

Wir haben zehn Lösungen und Pflaster gegen Hühneraugen eingekauft sowie zwölf Antihornhaut- oder Hornhautreduziercremes. Alle Produkte ließen wir in Laboren auf umstrittene und bedenkliche Inhaltsstoffe untersuchen. Zudem wollten wir von den Anbietern Nachweise für die versprochenen Hornhautreduziereffekte haben.

Das Testergebnis

Mit sehr guten und guten Noten gehen fast alle Pflaster und Lösungen gegen Hühneraugen aus dem Test. Dagegen erhalten nur drei kosmetische Hornhautmittel die Note "gut". Drei Cremes gegen Hornhaut fallen mit "mangelhaft” oder "ungenügend" durch den Test.

Die hoch dosierten, medizinischen Hornhautmittel schneiden insgesamt besser ab

Die Wirkung von hoch dosierter Salicylsäure in Lösungen und Pflaster gegenüber Hühneraugen und Hornhaut ist sehr gut belegt. Salicylsäure wird seit Langem gegen Hühneraugen eingesetzt, erklärt ÖKO-TEST-Berater Professor Schubert-Zsilavecz, Pharmazeut am Zentrum für Arzneimittelforschung, Entwicklung und Sicherheit der Frankfurter Goethe-Universität. In drei medizinischen Hornhautmitteln ist Salicylsäure mit Milchsäure kombiniert, die vermutlich zur Hautauflösung beiträgt.

Reines Marketing - die großen Wirkversprechen der Kosmetika wurden kaum belegt

Alle kosmetischen Hornhautreduzier- und Antihornhautcremes erhalten Minuspunkte, denn kein Anbieter konnte belegen, dass sein Produkt einen Vorteil gegenüber einer herkömmlichen Pflegecreme hat. Regelmäßiges Eincremen mit einer normalen Creme hält die Haut unbestritten weich und geschmeidig. Die Anbieter berufen sich bei ihren Spezialcremes aber auf bekannte Eigenschaften von Wirkstoffen, die sie ihren Produkte zusetzen. Beispielsweise auf das feuchtigkeitsspendende Urea, das in einer höheren Dosierung schuppenlösend wirken soll. Der Zusatz von Salicylsäure wirkt hautweichend und hat erwiesenermaßen hautauflösende Effekte. Das Problem: Diese Wirkung tritt erst oberhalb einer Dosis von zwei Prozent ein. Das ist aber die gesetzliche Obergrenze für Wirkstoffe in kosmetischen Cremes oder Balsams.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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