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ÖKO-TEST Juni 2011
TestHornhautmittel
(An)Sporn
Hornhautmittel



Ein grüner Hinterhof. Das Schild weist auf die Fachpraxis für Podologie hin. Hier betreibt Martin Kaiser seit fünf Jahren medizinische Fußpflege. Zu Kaiser kommen Menschen zu einer normalen Pediküre, dabei entfernt er überschüssige Hornhaut, schneidet und feilt die Nägel.

Als staatliche geprüfter Podologe interessiert er sich aber auch dafür, wo Schwielen und Hühneraugen an den Zehen eigentlich herkommen. Er schaut sich an, wie der Fuß gewölbt ist und wie die Zehen stehen. An vermehrter Hornhautbildung können nämlich auch unerkannte Fehlstellungen des Fußes schuld sein, die etwa mit Einlagen auszugleichen wären.

Auch Hühneraugen sind eigentlich nur Hornhautschwielen. Sie entstehen häufig am kleinem Zeh, dort wo ein schmal geschnittener Schuh ständig drückt. Die Schwiele kann hier nah an den Fußknöcheln nicht nach außen wachsen, sondern wuchert durch den ständigen Druck "mit zentralem, von der Verhornung in die Tiefe gerichteten Sporn", wie das Roche Lexikon Medizin schreibt. Der Zapfen des Hühnerauges reicht bis in die nervenreiche Lederhaut und verursacht so unangenehme Schmerzen.

Der Frankfurter Podologe hebelt Hühneraugen vorsichtig mit einem Skalpell heraus. Hornhaut an der Ferse, am Fußballen und am großen Zeh wird ebenfalls mechanisch entfernt. Hierfür setzt Kaiser ein elektrisches Pediküregerät ein. "Viele meiner Kunden sind 50 Jahre und älter", sagt Kaiser, hier zeige sich, dass mit zunehmendem Alter Beanspruchung und Schuhwerk ihre Spuren an den Füßen hinterlassen.

Da Kaiser jedoch als medizinischer Fußpfleger auch für Menschen mit schwereren Fußproblemen zuständig ist, hat er viele Kunden, die über Orthopäden oder andere Fachärzte zu ihm kommen. Beispielsweise Diabetiker, die aufgrund der Stoffwechselerkrankung anfällig für das diabetische Fußsyndrom sind. Hier kann es infolge von Durchblutungsstörungen zu einer Schädigung der Nerven bis zur Gefühlslosigkeit kommen. Bei einer bestimmten Ausprägung erhalten Diabetiker daher die medizinische Fußpflege auf Krankenschein als Kassenleistung.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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