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ÖKO-TEST April 2011
TestHundefutter, Light- und Diätfutter
Ein dicker Hund!
Hundefutter, Light- und Diätfutter



Peach hat Übergewicht. Der Golden Retriever bekommt deshalb weniger Futter, statt drei Mal 75 Gramm täglich sind es nur noch 50-Gramm-Portionen. Nach vier Wochen zeichnete sich bereits wieder eine Taille ab und der Bauch sah auch schon schlanker aus. Die Rippen unter dem Fell waren aber immer noch schwer tastbar. Der Tierarzt sagte, vier Kilo müssen noch runter, weil das Idealgewicht der eher kleinen Retrieverhündin bei 24 Kilogramm liegt. Peach hat immer noch rund 15 Prozent zu viel auf den Rippen - und damit steht sie nicht allein. "Fast jeder zweite Hund ist übergewichtig", sagt Astrid Behr vom Bund praktizierender Tierärzte. "Ein Teil der Tiere ist fettleibig, diese Tendenz beobachten wir quer durch alle Rassen."

Mit acht Wochen kam Peach zur Familie Klingel im hessischen Friedrichsdorf. Im Wurf gab es sechs Welpen, vier männliche und zwei weibliche. Der Züchter zeigte auf das kleine Fellknäuel im Futternapf und sagte, dieser Welpe sei immer auf der Suche nach Futter und deshalb sehr gelehrig. Und da die Klingels eine Hündin wollten und keinen draufgängerischen Rüden, nahmen sie das kleine goldgelockte Welpenmädchen mit.

Im Verlauf ihres achtjährigen Hundelebens erwies sich Peach tatsächlich als gelehrig und besonders lernbereit im Aufspüren von fetter Beute. Sie beherrschte rasch normale Hundebefehle wie Sitz, Platz und das Warten am Straßenrand. Und erlernte jede Menge Fertigkeiten im Alleingang. Sie kann mit ihren Pfoten die Klinke jeder Tür, die nicht verschlossen ist, öffnen. Weihnachten ist eine besonders schwierige Zeit. Die Hündin fand eingepackte Adventskalender und fraß das hinter Türchen verborgene Süße raus. Unter den vielen Geschenken, die unterm Weihnachtsbaum lagen, hat sie zielsicher die, in Geschenkpapier eingeschlagenen und zusätzlich in Folie eingeschweißten, Weinbrandbohnen aufgespürt, sie vorsichtig vom Stanniolpapier befreit und verspeist. Dann ist der Tretmülleimer drangewesen. Er wurde komplett ausgeräumt, sein Innenleben in der Küche verteilt. Nun ist er mit einem zusätzlichen Verschluss nachgerüstet. Den hat Peach noch nicht geknackt. Doch Dosen mit Schraubdeckel schon. Das war der Tag als sich Peach erfolgreich über das Fischfutter in der Dose neben dem Aquarium hermachte. Peachs Fressleidenschaft kostet mitunter schon Nerven. Wenn die Klingels nach Hause kommen und Peach eine besondere Haltung - die mit hängenden Schultern und demütigem Blick - annimmt, weiß die Familie schon, dass sie Mal wieder etwas aufgefressen hat.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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