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ÖKO-TEST März 2011
TestMittel gegen Beschwerden in den Wechseljahren
Perspektiven-Wechsel
Mittel gegen Beschwerden in den Wechseljahren



Heike Prüser aus Niedersachsen war 44 Jahre alt, als es von heute auf morgen mit höllischen Rückenschmerzen zwischen den Schulterblättern losging. Erst später klärte sie ein Arzt darüber auf, dass sich so Veränderungen im Unterleib bemerkbar machten. "Das Schlimmste waren die psychischen Beschwerden, unerklärliche Angst- und Panikattacken gehörten zu meinem Tagesablauf", erinnert sich die heute 51-Jährige. Dazu kamen Schwindel, Kopfschmerzen, Schwäche und Antriebslosigkeit.

Bis zur Diagnose "Wechseljahre" vergingen eineinhalb leidvolle Jahre. Heike Prüser plagten bald auch noch Gelenk- und Muskelschmerzen, ihre Zyklen schlugen Kapriolen, sie befürchtete, schwer erkrankt zu sein. Auch Familie und Freunde waren überfordert. Es begann eine Ärzteodyssee. Dann machte ein Mediziner den entscheidenden Test: "Demnach hatte ich den Hormonstatus einer 70-Jährigen", sagt Prüser. Für die Verwaltungsangestellte war die Diagnose eine Erleichterung. "Endlich wusste ich, was los ist." Der Arzt verordnete eine Hormonersatztherapie.

Heike Prüser nahm die Hormone allerdings nur einen Monat. Denn ihre Beschwerden wurden schlimmer und die Skepsis vor Nebenwirkungen war groß. "Ich hatte den Eindruck, dass Ärzte zu schnell synthetische Hormone verschreiben, ich wollte die chemische Keule nicht", sagt die zweifache Mutter. Zwischenzeitlich hatte zudem die große WHI-Studie ergeben, dass bei langjähriger Anwendung einer Hormonersatztherapie Thrombosen, Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Brustkrebs als Nebenwirkungen auftreten können. Deshalb wurde auch ein Teil der Studie mit 16.608 Teilnehmerinnen 2002 vorzeitig abgebrochen.

Die Angst vor Hormonen kennt der seit 32 Jahren praktizierende Frauenarzt Klaus König aus dem hessischen Steinbach. "Die Ärzte haben, trotz eines Wandels in der Einstellung zur Hormonersatztherapie, den Ruf, dass sie Frauen mit Wechseljahresbeschwerden Hormone geben", sagt Dr. König. Dabei, so der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Berufsverbandes der Frauenärzte, kämen diese heute aufgrund der möglichen Nebenwirkungen nur noch bei schlimmen Wechseljahresbeschwerden zum Einsatz. Das betreffe etwa ein Drittel der Frauen. Ein weiteres Drittel leide unter leichten Wechseljahresbeschwerden. Bei Bedarf verschreibt Dr. König dann pflanzliche Mittel, mit denen er gute Erfahrungen gemacht hat.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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