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ÖKO-TEST März 2011
TestThunfischfang und Nachhaltigkeit
Keine Öko-Spinnerei
Thunfischfang und Nachhaltigkeit


Fischfang - zwischen Theorie und Praxis

In der Theorie geht auf den Weltmeeren alles seinen geordneten Gang. Da ist die Welternährungsorganisation FAO. Sie hat die Ozeane in Fanggebiete unterteilt. FAO 37 beispielsweise steht für Schwarzes Meer und Mittelmeer, wo der Rote Thun noch immer gnadenlos gejagt wird.

Über den Fischfang in den FAO-Gebieten wachen auch Regionale Fischerei Management Organisationen. Für das Mittelmeer (FAO 37) ist die ICCAT zuständig. Die Organisation hat 48 Mitglieder. Die EU-Staaten, von denen Frankreich, Spanien und Italien große Thunfischflotten besitzen, sind ebenso vertreten wie Libyen oder die Türkei. ICCAT steht für International Commission for the Conservation of Atlantic Tunas (Internationale Kommission für den Schutz des Atlantischen Thunfischs), wird von Umweltschützern aber International Conspiracy to Catch All Tuna (Internationale Verschwörung zum Fang des gesamten Thunfisch) übersetzt. Der Grund: Die ICCAT verschleppt seit Jahren wirksame Schutzmaßnahmen für den Roten Thun. Wissenschaftler fordern einen Fangstopp, damit sich der im Mittelmeer vom Aussterben bedrohte Bestand erholen kann.

Monaco hatte im März 2010 auf einer Konferenz der Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzabkommens vorgeschlagen - und war damit gescheitert - den Handel zu verbieten. Die EU-Kommission hatte die Fangsaison 2010 vorzeitig beendet - aus Sorge, die Bestände könnten zusammenbrechen. Doch das alles ließ die ICCAT unberührt, sie kürzte die Fangmengen im November 2010 um lediglich vier Prozent, von 13.500 auf 12.900 Tonnen im Jahr.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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