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ÖKO-TEST Januar 2011
TestImmobilienrenten
Das Eigenheim als Geldquelle
Immobilienrenten



Die erste Enttäuschung, die potenzielle Interessenten verkraften müssen, sind die niedrigen Erträge, die das "Verfrühstücken" der Immobilie bringt. In den Produkten sind jede Menge Sicherheitspuffer einkalkuliert, für den Fall, dass der Kunde deutlich älter wird als erwartet oder dass sich die Immobilie nach dessen Tod nicht so gut verkaufen lässt wie geplant. Auch das aktuelle Zinsänderungsrisiko ist eingepreist. Darüber hinaus müssen die Kunden meist sämtliche Nebenkosten des Geschäfts, wie Gebühren für Gutachter, Notar und Grundschuldbestellung tragen. Bittere Folge der vorsichtigen Kalkulation: Auch für ein großes Haus gibt es oft nur kleines Geld.

Anders als in den USA oder Großbritannien verrenten Deutschlands Banken zum Beispiel niemals das gesamte Haus. Im Gegenteil: Sie rücken selten mehr als 50 Prozent des Verkehrswertes für die Immobilienrente raus, eher weniger. Der Grund ist simpel: Wenn der Immobilienrentner tatsächlich alt wie Methusalem wird, kann die Summe der Monatsrenten plus der gestundeten Zinsen irgendwann den Wert des Hauses aufzehren oder ihn sogar übersteigen. Ein solches Risiko will keine Bank eingehen. Deshalb halten alle die Monatsrente klein.

Die Münchener Immokasse verrentet je nach Eintrittsalter des Kunden zum Beispiel gerade mal 15 bis maximal 35 Prozent vom Verkehrswert. Entsprechend mickrig fällt die Einmalzahlung aus. So bekommt ein 65-Jähriger für ein Haus im Wert von 300.000 Euro maximal 45.000 Euro Kredit. Mit 70 sind 65.000 Euro und mit 75 Jahren höchstens 84.990 Euro drin.

Die Förderrente der Investitionsbank Schleswig-Holstein würde unserem 70-jährigen Ehepaar mit dem 300.000 Euro teuren Eigenheim maximal eine zweckgebundene Einmalzahlung von 48.000 Euro geben oder alternativ 311,32 Euro Monatsrente bis zum Alter von 91 Jahren zahlen.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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