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ÖKO-TEST Dezember 2010
TestGiro- und pfändungssichere Konten
Arme Kunden
Giro- und pfändungssichere Konten



Die Preisaufschläge selbst sind je nach Bank und bisherigem Kontomodell höchst unterschiedlich. Während die Mehrkosten im günstigsten Fall nur wenige Cent ausmachen, liegen sie im Schnitt aber schon bei fünf bis sechs Euro. Selbst zweistellige Preisaufschläge von 10 bis 20 Euro pro Monat sind keine Seltenheit.

Besonders kräftig drehen einige Direktbanken an der Gebührenschraube. So ist es mit der "Zufriedenheitsgarantie" beim kostenfreien Girokonto der comdirect Bank schnell vorbei. Wer Pfändungsschutz beantragt, muss statt "0 Euro" auf einmal 10,90 Euro im Monat berappen. Auch das kostenfreie Trumpf-Konto der Deutschen Skatbank ist als P-Konto nicht zu haben. Stattdessen verweist die Bank betroffene Kunden auf ihr Standardmodell. Dafür werden neben zehn Euro Grundgebühr aber auch noch Postenpreise fällig, sodass die monatlichen Gesamtkosten im ÖKO-TEST-Musterfall schnell von knapp zwei auf 16,28 Euro im Monat steigen.

Die Netbank knöpft ihren Kunden nach Umstieg auf ein P-Konto sogar 20 Euro pro Monat ab. Das ist nicht nur die höchste Grundgebühr in allen untersuchten Musterfällen. Gleichzeitig wird das Leistungsangebot so weit reduziert, dass der Kunde sein P-Konto kaum noch nutzen kann.

Exorbitant steigende Preise bei gleichzeitig stark reduzierten Leistungen sind schon für sich genommen ein Skandal. Finanzschwache Ehepaare treffen sie aber gleich doppelt hart. Weil der Gesetzgeber P-Konten nur als Einzelkonten zulässt, müssen sie bisherige Gemeinschaftskonten grundsätzlich auflösen und für jeden Partner ein eigenes Konto einrichten, um Pfändungsschutz zu erhalten. Das bedeutet: Ehepaare zahlen auf jeden Fall doppelte Kontogebühr. Wenn die Bank das P-Konto dann auch noch kräftig verteuert, müssen sie schlimmstenfalls gleich zweimal im Monat bis zu 20 Euro berappen. Damit wird Pfändungsschutz schnell zum unerschwinglichen Luxusgut.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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