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ÖKO-TEST Jahrbuch Kosmetik für 2011
TestDamensneakers
Schuhbidu
Damensneakers

Sneakers, die lässigen Turnschuhe, sind bequem und der ideale Alltagsschuh, der alles mitmacht. Dachten wir zumindest und haben 15 Marken untersuchen lassen. Das Ergebnis: Bei einem Drittel lösen sich die Sohlen, randvoll mit Schadstoffen stecken alle Modelle.


Mehr als 100 Schuhmarken gibt es hierzulande, und weil es der Deutsche häufig salopp liebt, haben mittlerweile auch viele klassische Schuhmarken sportliche Modelle oder eben Sneakers im Angebot. Ein Klassiker ist die Marke Converse, die ursprünglich aus den USA stammt. Das Modell All Stars, ein knöchelhoher Basketballschuh, wurde erstmals 1917 hergestellt. Ein paar Jahre später erschien der Name von Chuck Taylor, ein ehemaliger Basketballspieler, auf dem seitlichen Aufnäher der Schuhe und verlieh den Sneakers ihren Spitznamen Chucks.

ÖKO-TEST hat 15 Damensneaker zwischen rund 20 und 125 Euro eingekauft und in die Labore geschickt. Wir wollten wissen: Enthalten die sportlichen Treter problematische Chemikalien? Stimmen die Größenangaben und wie stabil sind die Sohlen?

Das Testergebnis

Fast alle Sneakermodelle stecken randvoll mit bedenklichen und problematischen Inhaltsstoffen. Nur ein Schuh geht noch mit der Note "mangelhaft" aus dem Test, 14 Modelle schneiden mit "ungenügend" ab. Neun Marken, die in der Praxis noch auf "sehr gute" und "gute" Noten kommen, fallen aufgrund der Chemikalienbelastung durch.

Wegen polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe, kurz PAK, kassieren zehn Modelle zwei Noten Abzug und fünf Modelle wegen stark erhöhter Gehalte sogar vier Minuspunkte. Von den PAK sind viele Vertreter krebserregend. Sie gelangen über sogenannte Weichmacheröle in Gummi- und Plastikprodukte.

In neun Modellen kritisieren wir Dibutylzinn oder andere zinnorganische Verbindungen. Diese Stoffe machen PVC stabil gegen die Einwirkung von Licht und Hitze. Ihr Nachteil: Vertreter wie Dibutylzinn sind sehr giftig und daher in Schutzanstrichen für Schiffe seit Jahren verboten. Dibutylzinnverbindungen werden zukünftig von der EU auf die Liste der fortpflanzungsgefährdenden Stoffe gesetzt.

Krebserregende Farbbestandteile wie aromatische Amine und Anilin kritisieren wir in vier Modellen. Im Schnürsenkel des Buffalo Girl Derby Pu, Fuxia überschreitet die Menge des aromatischen Amins Benzidin den amtlichen Grenzwert. Dieser Schuh ist überhaupt nicht verkehrsfähig.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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