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Shampoos



Schon antike Dichter besangen die Schönheit der weiblichen Haarpracht - und die edlen Damen taten viel, um ihren Kopfschmuck zu erhalten: Mit Kämmen, Haarnadeln und teuren Ölen betrieben sie kunstvolle Haarpflege. Schönheitsbewusst war man auch im alten Ägypten: Kleopatra badete bekanntermaßen gern in Milch und war damit beileibe keine Ausnahmediva. Viele Damen der oberen Schichten verwöhnten Haut und Haar mit teuersten Essenzen.

Fünf bis sechs Mal pro Jahr geht man hierzulande zum Friseur, Männer öfter als Frauen. Und in den Salons wird heftig geschimpft über das eigene Haupthaar. Zu trocken, zu fettig, zu kraftlos, zu schuppig, zu dünn. Die Beschwerden seien reichlich vorhanden, weiß Franz-Josef Küveler vom Zentralverband des deutschen Friseurhandwerks. Und in vielen Fällen übertrieben. "Oft wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen", formuliert der Coiffeur blumig.

Und dennoch: Spezialshampoos machen mittlerweile einen Riesenanteil unter den Haarpflegemitteln aus. Wir haben 58 Shampoos, darunter solche für normales, fettiges, feines und strapaziertes Haar sowie Produkte für mehr Glanz, eingehend untersuchen lassen.

Das Testergebnis

Die gute Nachricht: Allzu vielen Herstellern müssen wir den Kopf nicht waschen; die meisten Produkte schneiden mit "gut" ab. Etliche Haarshampoos, meist von Naturkosmetikanbietern, kommen sogar "sehr gut" weg.

Allerdings fallen auch zehn Produkte mit "ungenügend" komplett durch. Egal welche Kategorie von Shampoo, es sind immer wieder bekannte Marken wie Guhl, Elvital von L’Oréal oder Pantene Pro-V von Procter & Gamble, die unangenehm auffallen. Gerade die Großen der Branche wollen offenbar nicht auf problematische Konservierungsmittel verzichten, in vielen stecken zum Beispiel bedenkliche Formaldehyd/-abspalter.

Umstrittene halogenorganische Verbindungen als Konservierungsmittel sind in insgesamt sechs Produkten enthalten, darunter mehreren mit bekannten Namen. Viele halogenorganische Verbindungen können Allergien auslösen.

Die großen Marken fallen auch beim Duft negativ auf. Etliche Produkte enthalten künstliche polyzyklische Moschus-Verbindungen, die sich im Fettgewebe anreichern. Allergieauslösende Duftstoffe sind in den Produkten im Test hingegen kaum ein Problem. Nur zwei Shampoos enthalten den Duftstoff Lyral.

Zum Haarewaschen sind waschaktive Substanzen, sprich Tenside, notwendig. Entsprechend leuchtet es ein, dass alle getesteten Shampoos solche Stoffe enthalten. Häufig werden dafür PEG/PEG-Derivate eingesetzt, die wir kritisieren, denn sie können die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen. Die Naturkosmetikhersteller in unseren Tests verwenden stattdessen milde Zuckertenside.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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