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Eistee



Was ist eigentlich drin im Eistee, außer Wasser, Zucker und Säuerungsmitteln? Wir wollten es genau wissen und haben uns dazu nicht nur die Etiketten von Eistees ganz genau angeschaut, sondern die Produkte auch auf problematische Inhaltsstoffe untersuchen lassen. Im Test: 26 Marken, vor allem mit Pfirsich- und Zitronengeschmack.

Das Testergebnis

Gerade mal ein Bio-Eistee kommt auf die Note "gut". Alle anderen müssen sich mit schlechteren Noten zufriedengeben - die meisten bekommen nur ein "ausreichend".

Mit Zucker wird nicht gespart. Wir haben die Produkte mit einer Apfelschorle aus etwa 60 Prozent Mineralwasser und etwa 40 Prozent Saft verglichen. Produkte, bei denen wir mehr Zucker gemessen haben, werden abgewertet. Denn zu viel Zucker ist in doppelter Hinsicht problematisch: Er macht Getränke zu Kalorienbomben und kann die Entstehung von Karies begünstigen.

Eine Frechheit finden wir den Aufdruck auf den Produkten von Pfanner und Rauch: "30 % weniger Zucker" heißt es dort. Und viel kleiner steht darunter noch: "als herkömmliche mit Zucker gesüßte Softdrinks". Das werten wir unter Weitere Mängel ab. Denn erstens entsteht hier der Eindruck, dass es sich um weniger gezuckerte Eistees handelt. Dabei steckt in den betreffenden Getränken in Wahrheit etwa gleich viel Zucker wie in anderen Eistees. Zweitens sind übersüßte Softdrinks wie Cola oder Zitronenlimonade nun wirklich kein Vergleichsmaßstab.

Alle Hersteller bilden auf ihren Eisteeverpackungen mehr oder wenig deutlich erkennbare Früchte ab. Dann sollte aber auch eine entsprechende Menge Fruchtsaft enthalten sein - selbst wenn dies nirgendwo vorgeschrieben ist. Unserer Ansicht nach sollte in einem Zitroneneistee, der auf der Verpackung mit Zitronen wirbt, mindestens ein Prozent an Frucht enthalten sein. In Produkten, die Pfirsiche oder Beeren abbilden, mindestens zwei beziehungsweise 1,6 Prozent, denn diese Früchte schmecken nicht so intensiv wie Zitrone. Ein ganz klarer Ausreißer nach oben ist der Bio Eis Tee Pfirsich-Zitrone von Voelkel. Er enthält insgesamt zwölf Prozent Fruchtsaft. Manche Hersteller kommen dagegen mit lächerlichen 0,1 Prozent Fruchtgehalt aus - oder verzichten sogar ganz auf den Saft.

Angesichts der geringen Fruchtgehalte wundert es einen schon, wie fruchtig die Eistees schmecken. Dies ist aber leider der Leistung von Aromen geschuldet, die fast allen Produkten im Test zugesetzt wurden. Wir sind aber der Ansicht, dass der Fruchtgeschmack eines Eistees allein aus Früchten kommen sollte, deshalb werten wir den Einsatz von Aromen ab.

Die drei Volvic-Produkte sind mit Kaliumbenzoat konserviert. In Anwesenheit von Ascorbinsäure (Vitamin C) kann daraus giftiges und krebserregendes Benzol entstehen. Wir sehen den Einsatz dieses Stoffes, der auch Allergien auslösen kann, kritisch - und werten um eine Note ab.

Alle Eisteeverpackungen im Test sind Einwegverpackungen. Doch welche Verpackung ist vorteilhafter, der Getränkekarton oder die PET-Einwegflasche? Bei Fruchtsaft scheint der Karton klar im Vorteil zu sein, denn hier ist die Herstellung der PET-Flaschen recht aufwendig. Bei Eistee, so hat vor einigen Jahren das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (Ifeu) gezeigt, ist der Abstand zumindest kleiner. Inzwischen hat aber das gleiche Institut herausgefunden, dass sich auch die Öko-Bilanz der PET-Flasche verbessert hat. Ein direkter aktueller Vergleich für Eistee liegt noch nicht vor. Aus diesem Grund bewertet auch das Umweltbundesamt den Getränkekarton auf der Grundlage der von ihm erstellten Öko-Bilanzen weiterhin als ökologisch vorteilhafte Verpackung. Daran haben wir uns orientiert und werten die PET-Einwegflasche unter Weitere Mängel um eine Note ab.





Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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