Testberichte aus dem Archiv
ÖKO-TEST Jahrbuch für 2011

Discounterprodukte, Fertiggerichte
Ich habe fertig

Meist praktisch, manchmal lecker, selten gesund - dieser zweifelhafte Ruf haftet Fertiggerichten an. Und trotzdem greifen die Deutschen ordentlich zu Tiefkühlpizza, Fertigpasta und Doseneintopf.
Kann man diese Gerichte ohne Bedenken essen? Oder entscheidet bei Pizza, Lasagne & Co. am Ende der Geldbeutel, ob man sich zu den "Besseressern" zählen darf oder nicht? Das wollte ÖKO-TEST wissen und hat Fertiggerichte vom Discounter untersucht. Im Test: Pizza Salami und Schinken-Baguette aus der Tiefkühltruhe, Linseneintopf aus der Dose, Lasagne, meist gekühlt, sowie das Tiefkühlreisgericht Nasi Goreng.
Das Testergebnis
Keines der 26 Produkte im Test können wir mit "sehr gut" bewerten. Dennoch finden sich unter den Linseneintöpfen, Pizzen, Baguettes und Nasi Gorengs jeweils mehrere "gute" Produkte. Besonders schlecht schneidet Lasagne ab.
Zu viele Kalorien, zu viel Salz - die Kritik, die oft an Fertiggerichten geäußert wird, können wir nach diesem Test teilen. Sechs Gramm Salz sollte man pro Tag maximal zu sich nehmen, rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). In allen Gerichten im Test stecken aber pro Mahlzeit bereits mehr als drei Gramm Salz, wobei die Linseneintöpfe mit 3,6 bis 4,4 Gramm noch am sparsamsten dosiert sind.
Zwei Lasagnen und jede Pizza im Test liefern mehr als 800 Kilokalorien (kcal) pro Portion, was bei häufigem Verzehr zu Übergewicht führen kann. Bei den Portionsgrößen haben wir übrigens realistisch gerechnet und beispielsweise eine Pizza als Portion angesetzt. Klingt selbstverständlich? Finden wir auch. Nicht so viele Hersteller, die lieber kleinere Portionsmengen angeben, um die Kalorien schönzurechnen.
Wie viel Käse gehört auf eine Lasagne? Wer zu Hause einen ganzen Beutel Reibekäse über die oberste Schicht streut, ist im Vergleich zu den Fertiggerichteherstellern im Test äußerst großzügig. Auf den Testprodukten finden sich maximal sieben Prozent Käse. Und das ist schon viel: Der Hersteller der Aldi-Nord-Lasagne kommt laut Deklaration mit nur einem Prozent aus. Auf der Penny-Lasagne findet sich statt Reibekäse billiger Schmelzkäse, bei Netto wird eine Käsezubereitung mit Pflanzenfett verwendet - also eine Mischung aus echtem Käse und Analogkäse. Wir finden, auf eine Lasagne gehört ein Mindestmaß an Käse, und er sollte von hochwertiger Qualität sein. Deshalb werten wir die drei Produkte ab.
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Wie viel Fleisch steckt in einer Lasagne? ...

Dieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.
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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
- die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
- aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
- neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
- aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.
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