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Ratgeber Rente, Geld, Versicherungen 8:2010
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Auf dem Holzweg
Waldinvestments


Bleibt die Frage, wie und wo Ansprüche überhaupt geltend gemacht werden können, und zwar nicht nur bei Kündigung, sondern auch falls es mit Aufforstung, Pflege und Ernte nicht wie geplant klappt. Geschlossen wird der Vertrag mit der Forest Finance in Panama und der deutschen Mutter, der Forest Finance Service GmbH in Bonn. Laut AGB gilt deutsches Recht. Verwirrend nur: Harry Assenmacher, der Geschäftsführer beider Gesellschaften ist, unterschreibt den Vertrag lediglich als Geschäftsführer der panamaischen Gesellschaft. Das bedeutet: Klagen kann der Anleger zwar in Deutschland, durchsetzen muss er seine Ansprüche aber womöglich in Panama - ein schwieriges Unterfangen.

Auch die Kosten bleiben nahezu komplett im Dunkeln: Für ein Hektar Land in Panama inklusive Pacht, Aufforstung mit 1.100 Setzlingen und 25 Jahre Forstmanagement zahlt ein Investor - je nach Produkt und Grundstücksanteil - zwischen 23.000 bis 29.000 Euro. Zusätzlich gehen für die Ernte laut AGB später vier Prozent vom Verkaufserlös ab. Im Internet ist beim Produkt Green Teak jedoch von 15 Prozent "für die Umwandlung in Mischwald" die Rede. Eine Aufschlüsselung, wie viel vom Anlagebetrag auf die Pacht, die Setzlinge, die Forstdienstleistung sowie auf Vertrieb und Verwaltung entfallen, erhalten Anleger im Voraus nicht.

Anders bei der Konkurrenz. Dort werden die Kosten bisweilen ganz detailliert aufgeschlüsselt. Solchen Aufstellungen können wir entnehmen, dass - bei vergleichbarem Leistungsumfang und Preisen - oft 10 bis zu 20 Prozent vom Anlagebetrag als Vergütung für den Anbieter einkalkuliert sind. Bei Forest Finance dagegen gibt es "keine weiteren Einstiegskosten und Provisionen". Seltsam nur, dass wir im Internet (unter anderem bei www.eco-world.de, einem Internetportal des Altop-Verlags) gleich mehrere Meldungen finden, denen zufolge Forest Finance seine Provisionen für jeden vermittelten BaumSparVertrag-Kunden in diesem Sommer auf 60 Euro verdoppelt hat und mittlerweile "über 700 Partner" das "Forest-Finance-affiliate-Programm" nutzen. Außerdem gibt Forest Finance selbst an, dass fünf Prozent mehr Fläche jährlich aufgeforstet als verkauft oder verpachtet werden. Das sei als Risikopuffer zum Ausgleich von Elementarschäden gedacht. Falls der nicht gebraucht wird, fallen alle Erträge daraus an Forest Finance - sozusagen als fünfprozentige Prämie, wie Forest Finance es nennt. Doch auch dieser Risikopuffer muss irgendwie finanziert werden - und ist vermutlich im Kauf- oder Pachtpreis enthalten.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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