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ÖKO-TEST Oktober 2010
TestThermische Solaranlagen
Schön warm hier
Thermische Solaranlagen



Der Verbraucher kennt die Botschaft schon: Im Herbst werden wieder einmal viele Anbieter die Gaspreise erhöhen - wie Spiegel-Online berichtet um durchschnittlich neun Prozent, in der Spitze sogar bis 20 Prozent -, auch wenn einige Versorger günstigere Preise an ihre Kunden weitergeben können. Angesichts der zu erwartenden Preisentwicklungen ist die Chance sehr groß, dass sich ein Engagement in alternative Energien bezahlt macht.

Mit sogenannten solarthermischen Kombianlagen kann man nicht nur das Trinkwasser (siehe Test dieser Anlagen im ÖKO-TEST-Magazin 9/2010) erwärmen, sondern auch die Heizung unterstützen, und damit einen größeren Anteil des Wärmebedarfs eines Hauses mit Sonnenenergie decken. Aus Klimaschutzgründen und wegen immer knapper werdender fossiler Energien sind solche Systeme heute Stand der Technik und empfehlenswert. Die Regierung forciert das, indem sie nur noch diese Solaranlagen fördert. Voraussetzung ist, dass die Kollektorfläche mindestens sieben beziehungsweise neun Quadratmeter groß ist, je nachdem ob Vakuumröhren- oder Flachkollektoren eingesetzt werden.

Dass die Sonne auch in Deutschland theoretisch problemlos ausreicht, um den Wärmebedarf eines Einfamilienhauses zu decken, zeigt folgende Überschlagsrechnung. Auf das Süddach eines Einfamilienhauses mit 50 Quadratmetern fallen in einem Jahr etwa 50.000 Kilowattstunden Sonnenenergie. Ist ein Haus gut gedämmt, verbraucht es aber nur 10.000 Kilowattstunden Wärme. Dass die Nutzung der Sonnenenergie für Heizungszwecke dennoch viele Jahre lang relativ schleppend voranging, lag daran, dass die meiste Sonnenwärme im Sommer anfällt, die Häuser aber im Winter beheizt werden müssen. Doch die Hersteller haben sich etwas einfallen lassen. Mit effizienteren Solarkollektoren und innovativen Kombispeichern können moderne Solaranlagen mittlerweile an sonnigen Frühjahr- und Herbsttagen einen merklichen Beitrag zur Raumheizung leisten, wenn die Kollektorfläche und der Solarspeicher größer ausgelegt werden. Im Winter kann an sonnigen Tagen immerhin das Wasser vorgewärmt werden, sodass der Heizkessel dann weniger leisten muss.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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