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ÖKO-TEST September 2010
TestReis
Schwarz auf Reis
Reis



Grund für die relativ strenge Bewertung ist, dass es auch hierzulande Menschen gibt, die sehr viel Reis essen, zum Beispiel weil sie Gluten aus Weizen und Roggen nicht vertragen oder häufig asiatisch essen. Reis wird außerdem nicht nur als Beilage, sondern auch in Form von Reisdrinks, Reiswaffeln oder Reiscrisps verzehrt.

Rückstände von Pflanzenschutzmitteln, etwa gegen Schimmelpilze oder Schadinsekten, fand das Labor in fast allen konventionellen Reismarken - meist jedoch in unbedenklichen Spuren. Lediglich der Bon-Ri Parboiled Reis und der El Puente Langkornreis Parboiled, Guyana, Fair Trade enthalten etwas höhere Mengen. Der Bio-Reis im Test ist hingegen immer unbelastet.

Schimmelpilze können Langkornreis offensichtlich wenig anhaben. Zumindest wurden die Gifte in keinem Produkt gefunden.

So reagierten die Hersteller

Aldi Nord, Aldi Süd, Edeka, Lidl und Müller’s Mühle teilten mit, dass sie ihren Reis in Frischfaserkartons abfüllen, wobei Lidl auf Fasern aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern achtet. Die von uns untersuchten Produkte in frischen Kartons enthielten jedoch trotzdem Mineralöl, wenn auch weniger. Von daher ist davon auszugehen, dass hier als Ursache ungeeignete Farben zum Bedrucken der Kartons infrage kommen - oder Umkartons aus Altpapier, in die Lebensmittel üblicherweise zum Transport verpackt werden. Auch daraus können Mineralöle noch auf den Reis ausgasen.

Müller’s Mühle und Aldi Nord ergänzten, dass sie derzeit prüfen, welche Druckfarben anzuwenden sind, um Übergänge künftig zu minimieren.

Reis aus fairem Handel - eine sinnvolle Wahl

Milliarden von Menschen - vor allem Kleinbauern in den Entwicklungsländern - leben vom Reisanbau. Diese Farmer haben jedoch häufig Probleme, ihren Reis zu akzeptablen Preisen zu verkaufen. Grund ist billiger Reis aus hoch entwickelten Ländern wie den USA und Japan, der subventioniert wird und somit unterhalb der Produktionskosten vermarktet werden kann. Hinzu kommen steigende Kosten für verbessertes Saatgut und Pflanzenschutzmittel. Reisbauern sind daher oft gezwungen, Kredite aufzunehmen und - einmal verschuldet - schaffen es nur die wenigsten, sich aus der Schuldenspirale wieder zu befreien. Langfristige und verlässliche Handelsbeziehungen - wie beim fairen Reis - können Reisbauern unterstützen, ihre Lebenssituation nachhaltig zu verbessern.



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Inhalt

» Mineralöl im Reis? Wer glaubt, dabei könne es sich nur ...
» Dabei ist schon seit 20 Jahren bekannt, dass ...
» Ein Diskussionsprozess unter Federführung des ...
» Da bekannt geworden war, dass sich Mineralöle ...
» Grund für die relativ strenge Bewertung ist, ...
» Problemstoff Arsen - Woher kommt das ...
» Wie viel Arsen darf in Lebensmitteln ...
» So haben wir getestet - Der Einkauf ...

Ergänzung

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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