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ÖKO-TEST September 2010
TestReis
Schwarz auf Reis
Reis



Mineralöl im Reis? Wer glaubt, dabei könne es sich nur um einen Irrtum handeln, liegt leider falsch. Denn es stimmt - Reis, und andere Lebensmittel, die in Pappkartons abgefüllt sind, können mit Mineralöl verunreinigt sein. Ursache sind größere Mengen an Mineralölen in diesen Kartonverpackungen, die flüchtig genug sind, dass sie auf Lebensmittel übergehen können. In die Kartons geraten die Mineralöle über Druckfarben, wie sie zum Bedrucken der Packungen oder im Zeitungsdruck verwendet werden. Mineralöl dient in diesen Farben als Lösungsmittel und bleibt insbesondere beim Druck von Zeitungen im Papier zurück. Auch beim Recycling lässt sich das Öl nur schwer entfernen, sodass Altpapier und alles, was daraus gemacht wird, belastet ist. Das betrifft auch die Recyclingkartons, die viele Lebensmittelhersteller für ihre Produkte einsetzen - nicht zuletzt aus Gründen des Umweltschutzes.

Mineralöl kann sich anreichern

Chemisch gesehen handelt es sich bei dem Öl um ein Erdölprodukt, das aus einem komplexen Gemisch von Kohlenwasserstoffen besteht, die leicht vom Körper aufgenommen und gespeichert werden können. Wie gefährlich das Mineralöl wirklich ist, können Wissenschaftler aber noch nicht abschließend sagen, da sie die Zusammensetzung nicht genauer kennen und Untersuchungen dieser speziellen Ölmischung nicht vorliegen. Aus Tierstudien ist seit den 80er Jahren bekannt, dass Mineralöl zu Ablagerungen und Schäden in der Leber, den Herzklappen und den Lymphknoten führen können. Besonders problematisch ist, dass ein Teil der Mineralöle - die sogenannten aromatischen Verbindungen - den polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) ähnelt, von denen einige Krebs auslösen können. Insofern ist auch für die Mineralöle, die in Lebensmitteln gefunden wurden, eine krebserregende Wirkung nicht auszuschließen.

Angesichts dieser unübersichtlichen Lage und weil Stoffe dieser Art grundsätzlich unerwünscht sind, rät das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), den Übergang auf Lebensmittel umgehend zu minimieren. Konkrete Grenzwerte, etwa für Lebensmittel, nennt das Institut aber nicht. Nichts Genaues auch von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Sie will erst im Herbst 2011 ein Gutachten vorlegen.



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Inhalt

» Mineralöl im Reis? Wer glaubt, dabei könne es sich nur ...
» Dabei ist schon seit 20 Jahren bekannt, dass ...
» Ein Diskussionsprozess unter Federführung des ...
» Da bekannt geworden war, dass sich Mineralöle ...
» Grund für die relativ strenge Bewertung ist, ...
» Problemstoff Arsen - Woher kommt das ...
» Wie viel Arsen darf in Lebensmitteln ...
» So haben wir getestet - Der Einkauf ...

Ergänzung

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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