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ÖKO-TEST August 2010
TestSpielzelte
Zeltuntergang
Spielzelte



So haben wir getestet

Der Einkauf

Häuser, Schlösser, Tipis, Burgen - Spielzelte gibt es in vielen Farben und Formen. Vom klassischen Iglu bis hin zur kunterbunten Pippi-Langstrumpf-Villa haben wir verschiedenste Modelle in Spielwarengeschäften und beim Kinderwaren-Versandhändler eingekauft. Die Preisspanne reicht von 9 bis 99 Euro. Da Spielzelte bei Kindern im Sommer und Winter hoch im Kurs stehen, war uns wichtig, dass die meisten Produkte sowohl drinnen als auch draußen aufgebaut werden können.

Die Schadstoffe

Spielzelte sind oft stark mit Schadstoffen belastet, enthalten zum Beispiel Restlösungsmittel aus dem Herstellungsprozess und vom Bedrucken. Diese flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) gasen aus und belasten die Raumluft. Das ist umso schlimmer, da Kinder besonders empfindlich reagieren. Um zu sehen, wie hoch die Belastung im Zelt ist, ließen wir zunächst im Prüflabor bestimmen, was bei normaler Raumtemperatur aus den Hauptmaterialien entweicht. Anschließend wurden die Messwerte auf das entsprechende Zeltvolumen umgerechnet.Da Kinder gerne mal barfuß und nur in Unterhose spielen, ließen wir Zeltböden und -wände auf weitere Schadstoffe untersuchen, darunter giftige zinnorganische und umstrittene halogenorganische Verbindungen, allergisierende Dispersionsfarbstoffe, krebserregende Azo-Farbstoffe und Schwermetalle - üble Substanzen, die wir größtenteils auch im ÖKO-TEST Spielzelte im Dezember 2002 gefunden hatten. In einigen Produkten steckte zudem PVC. Da liegt der Verdacht nahe, dass die Hersteller zusätzlich Weichmacher einsetzen, um das spröde Material geschmeidig zu machen.

Die Bewertung

Wir wollen keine Spielverderber sein. Aber Kinder verbringen oft Stunden in den Zelten und haben natürlich auch direkten Hautkontakt mit den Materialien. Dies müssen wir bei der Bewertung der Schadstoffe berücksichtigen. Beispiel Phthalatweichmacher: Einige Vertreter dieser Stoffgruppe sind gesetzlich in Spielzeug reglementiert, weil sie im Verdacht stehen, hormonell zu wirken und krebserregend zu sein. Der gesetzliche Grenzwert wird zwar nicht überschritten, wir werten aber trotzdem ab, weil es problematische Stoffe sind, die über die Haut aufgenommen werden können. Noch strenger sind wir, wenn gesetzliche Bestimmungen nicht erfüllt werden, solche Produkte können unterm Strich nicht besser sein als "ungenügend".




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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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