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ÖKO-TEST Juli 2010
Test
Kinderkleidung mit UV-Schutz
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Kinderkleidung mit UV-Schutz

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ÖKO-TEST Juli 2010
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Wir haben 2002 zum ersten Mal Kinder-T-Shirts mit UV-Schutz unter die Lupe genommen. Damals waren solche Klamotten für Kids noch ganz neu auf dem Markt und man wusste noch nicht so recht, ob solche Spezialkleidung überhaupt notwendig ist. Ein normales Baumwoll-T-Shirt in den Farben Blau, Rot, Weiß, das wir zum Vergleich mit im Test hatten, zeigte uns aber, dass normale Klamotten nicht ausreichend vor der Sonne schützen und spezielle UV-Schutzkleidung durchaus sinnvoll ist. Das damals untersuchte normale Shirt kam nämlich gerade mal auf einen Schutzfaktor, kurz UPF, von fünf. Selbst eine Sonnenschutzcreme mit einem LSF fünf bietet nur einen geringen Schutz vor der Sonne und verlängert die Zeit bis zum Sonnenbrand um das fünffache im Vergleich zur ungeschützten Haut.

Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an sogenannter UV- oder Sonnenschutzkleidung, darunter Outdoormarken wie The North Face und Mammut und Co. Aber auch große Bekleidungsanbieter wie C&A haben etwa Mützen für Babys und Kleinkinder mit UV-Schutz im Programm, für Erwachsene gibt es Shorts, T-Shirts oder Hemden der eigenen Sportmarke Rodeo. Der Kinderausstatter Jako-O setzt auf eine spezielle Marke und bietet Badetextilien der Marke Hyphen für den Strand oder das Freibad an. Der Sonnenschutz dieser Textilien wird durch eine besonders dichte Verarbeitung erreicht, aber auch durch den Griff zu Kunstfasern, die UV-Strahlen besser aufnehmen und die mithilfe eingesponnener Mineralpartikel das Licht reflektieren.

Meistens wird der Ultraviolet Protection Factor (UPF) der Textilien nach dem australisch-neuseeländischen Standard, kurz AS/NZS 4399, überprüft. Diese Norm gibt es seit Mitte der 1990er-Jahre, sie ist daher als Prüfmethode weitverbreitet. Viele Anbieter von Outdoorbekleidung lassen den UPF von Hemden, T-Shirts und Hosen nach diesem Standard feststellen. Eine Weiterentwicklung ist der UV Standard 801. Diese Prüfmethode ist strenger, denn hier müssen die Klamotten nicht nur im Neuzustand sonnendicht sein, sondern auch wenn sie durch das Waschen oder Tragen erste Abnutzungsspuren zeigen. Seit 1999 gibt es zudem die Europäische Norm EN 13758. Danach müssen sich UV-Textilien im Neuzustand bewähren und zudem so geschnitten sein, dass sie möglichst viel vom Körper bedecken. So müssen die Ärmel von T-Shirts und anderer Oberbekleidung die Oberarme zu drei Viertel verhüllen und bei Hosen sollten die Beine komplett bedeckt sein. Diese Anforderungen an das Design von Sonnenklamotten bedeutet, dass Bikinis oder Trägerhemdchen nach dieser Norm nicht ausgezeichnet werden können. Die strikten Designregeln sind aber vermutlich auch ein Grund dafür, dass in Outdoorläden und Kaufhäusern nur wenige Klamotten mit einem UPF nach der EN 13758 erhältlich sind.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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