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ÖKO-TEST Juni 2010
TestSonnenschutzmittel
Nanu Nano!
Sonnenschutzmittel



Bei unserer ökologischen Verbraucherberatung melden sich immer wieder besorgte Anrufer. Sie haben Fragen zu Nanopartikeln, die in Form mineralischer UV-Filter auch in Sonnenschutzlotionen stecken können. Die meisten Anrufer bezogen sich jüngst auf eine ARD-Ratgeber-Sendung und waren verunsichert, denn die Botschaft war: Hände weg von Nanotechnologie.

Tatsächlich gibt es zu Nanosubstanzen derzeit viele offene Fragen und wenig gesicherte Antworten. Unklar ist beispielsweise, in welchen Produkten Nanopartikel wirklich eingesetzt werden, aus welchen Produkten sie in den Körper gelangen und was dann im Körper passiert.

ÖKO-TEST empfiehlt seit Jahren - besonders für Kinder, aber auch für Erwachsene - zu Sonnenschutzlotionen oder -cremes zu greifen, die auf einem rein mineralischen UV-Schutz basieren. Solche Produkte werden überwiegend von Bio-Herstellern angeboten, da chemische UV-Filter in echter Naturkosmetik tabu sind. Die meisten Bio-Anbieter setzen dabei auf die Schutzwirkung von zwei Verbindungen. Dies ist zum einem Titandioxid, das besonders wirksam gegen UV-B-Strahlen ist, und Zinkoxid, das eine Schutzfunktion bis weit in den UV-A-Bereich hat. Diese Pigmente entfalten ihre Wirkung, indem sie wie kleine Spiegel das Licht zurückwerfen.

Doch ist hier immer Nanomaterial im Spiel und wenn ja, gefährdet das den Anwender? Bekannt ist: Wenn man die Mineralpartikel verkleinert, reflektieren sie kaum noch sichtbares Licht und wirken auf der Haut transparent, sodass der früher so typische Weißeffekt der Sonnenschutzmittel mit mineralischen UV-Filtern fast verschwindet. Auch ist derzeitiger Kenntnisstand, dass Nanopartikel aus den Sonnenschutzcremes bei intakter Haut kein Problem sind, weil sie dann über die Haut nicht in den Körper aufgenommen werden.

Die Naturkosmetikfirma Logocos, die beispielsweise mit "Nano-frei" wirbt, setzt nach eigenen Angaben mineralische Filtersubstanzen ein, die größer als Nanomaterial sind, wie es in der europäischen Kosmetikrichtlinie festgelegt ist. Hier ist von Nanomaterial die Rede, wenn es sich um Partikel zwischen einem und 100 Nanometer Größe handelt.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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