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ÖKO-TEST Mai 2010
Test
Filzstifte
Jetzt wird’s zu bunt!
Filzstifte

Hinweis!Neuer Artikel vorhanden

ÖKO-TEST Mai 2010
» Produkte anzeigen (19)» Testergebnisse abrufen» Heftinhalt [ M1005 ] anzeigen

Kinder mögen es am liebsten knallig bunt - deshalb greifen sie gerne zu Filzstiften, denn deren Farben leuchten besonders kräftig. Bei Erstklässlern sind die Fasermaler fester Bestandteil des Startpakets, und auch kleinere Kinder verwenden sie gerne zum Kritzeln oder Malen.

Trotzdem: Eigentlich sind Filzstifte nicht zu empfehlen. Sie trocknen leicht aus und landen schnell im Müll. Berliner Schulen und Behörden dürfen solche Einweggriffel gar nicht nutzen: Sie genügen nicht den "Ausführungsvorschriften für umweltfreundliche Beschaffung". Wer trotzdem nicht auf Filzstifte verzichten möchte, sollte nachfüllbare kaufen. Allerdings sind diese deutlich teurer.

Im April 2008 warnte die EU vor Benzol in Filzstiften - trotzdem müssen immer wieder Produkte vom Markt genommen werden

Hinzu kommt: Filzschreiber können eine ordentliche Portion Chemie enthalten. Das beweisen nicht nur unsere Tests immer wieder. Im April 2008 warnte die EU-Verbraucherkommission vor giftigen Fasermalern der Marke TipTop. Laut EU-Schnellwarnsystem Rapex schlugen die Behörden allein in den Jahren 2008 und 2009 mehr als zehnmal Alarm, unter anderem nahm der Discounter Kik seine Stifte freiwillig vom Markt.

Auch das Landeslabor Berlin-Brandenburg nahm verstärkt Filzstifte ins Visier und fand Benzol in den Faserminen. "Benzol wird als Lösemittel eingesetzt und ist gefahrstoffrechtlich unter anderem als krebserzeugend, keimzellschädigend und giftig bewertet", erklärt Constance Bock vom zuständigen Fachbereich für Bedarfsgegenstände - das ist umso schlimmer, da Filzstifte auch in den Mund genommen werden und Kinder darauf herumkauen.

Das Problem: Ein Teil der Filzschreiber, die auf dem deutschen Markt sind, wird in Fernost hergestellt, etwa in China, Malaysia oder Indien. Und nicht immer wissen die Anbieter oder Importeure über die dortigen Produktionsstandorte und die eingesetzten Rohstoffe Bescheid. "Hier bedarf es Eigenkontrollsystemen, die noch nicht in allen Fällen zu funktionieren scheinen", kritisiert Bock.



» weiter auf der nächsten Seite

Inhalt

» Kinder mögen es am liebsten knallig bunt - deshalb ...
» Sind Filzstifte ein Fall für den Sondermüll oder ...
» In der roten Stifthülle und in der Verpackung ...
» Einige Anbieter wandten ein, dass es sich bei ...
» Zweiter Einkauf im März: Der Cadmiumgehalt der ...
» Gesamturteil "ungenügend" - - So haben ...

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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

Informationen anzeigen

Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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