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Ratgeber Essen 10:2010
TestDiscounterprodukte, Bio
Ess-Klasse
Discounterprodukte, Bio



Der eine freut sich darüber, der andere rauft sich die Haare: Ausgerechnet die Discounter, die viel gescholtenen Preisverhauer der Lebensmittelbranche, haben Bio massenkompatibel gemacht. Für 62 Prozent der Bio-Konsumenten gehört der Discounter zu den bevorzugten Einkaufsstätten für Bio-Ware, so die jüngste Ausgabe des Öko-Barometers, einer regelmäßigen Untersuchung im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums.

Bei Aldi, Lidl & Co. gibt es zehn Bio-Eier für 2,59 Euro, vier Bio-Brötchen für 89 Cent und Bio-Milch für unter einen Euro den Liter. Ökologisch und billig scheinen sich nicht mehr auszuschließen. Sehr zur Freude derjenigen Verbraucher, die zwar naturbewusst einkaufen wollen, um den Bio-Laden aber bisher einen großen Bogen gemacht haben. Kein Wunder, dass sich neben den klassischen Bio-Marken wie Alnatura oder Rapunzel längst auch Eigenmarken wie BioBio (Plus/Netto Marken-Discount), GutBio (Aldi Nord) oder Bio Sonne (Norma) etabliert haben.

In den vergangenen Jahren galt der Handel mit Bio-Produkten als zuverlässige Geldquelle: Zweistellige Steigerungsraten, Preise, die noch nicht bis aufs Letzte ausgereizt waren und eine Kundschaft, die als relativ wohlhabend galt, sorgten für klingelnde Kassen. Doch ob das auch für die Zukunft gilt, ist eine ganz andere Frage. Denn jüngste Zahlen belegen, dass Bio nicht mehr so stürmisch wächst wie in den vergangenen Jahren, ja möglicherweise sogar an Umsatz einbüßt. Der Grund: Die Menge der verkauften Bio-Waren nimmt nur noch ganz leicht zu, die Preise dagegen sind im vergangenen Jahr zurückgegangen, so die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Der Bio-Supermarkt hat mehr zu bieten

Denn auch im Bio-Bereich scheinen sich bestimmte Preisgrenzen immer mehr durchzusetzen. Dass Mehl, Butter oder Orangensaft aus konventioneller Erzeugung bei jedem Discounter gleich viel kosten, ist längst bekannt. Bei diesem Test haben wir festgestellt, dass dies teils auch für Bio-Ware gilt. Diese Preispolitik hat aber auch dazu geführt, dass gerade Supermärkte und Discounter am meisten vom Umsatzrückgang bei Bio-Ware betroffen sind. Doch auch niedrigere Preise konnten keine neue Lust auf Bio wecken. Oder liegt die neuerliche Zurückhaltung einfach an wenig attraktiven Bio-Sortimenten in den Märkten, die meist nur aus ein paar Milchprodukten, ein bisschen Gemüse, vielleicht noch ein paar Getreideprodukten bestehen?



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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