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Ratgeber Essen 10:2010
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Verdickungsmittel stecken in jedem Linseneintopf im Test, aber auch in den meisten Lasagnen, einigen Pizzen sowie einem Schinken-Baguette. Sie werden nicht nur verwendet, um Speisen dickflüssiger zu machen, sondern können auch dazu dienen, ein bestimmtes Mundgefühl herzustellen. Verdickungsmittel wie Johannisbrotkernmehl (E 410), Xanthan (E 415), Carrageen (E 407) und Guarkernmehl (E 412) werden zwar aus natürlichen Ausgangsstoffen hergestellt und sind - nach EG-Öko-Verordnung - auch in Bio-Produkten zugelassen. Ob man sie aber unbedingt im Essen haben möchte, ist eine ganz andere Frage. So ist etwa Guarkernmehl, das in den Linsensuppen enthalten ist, umstritten, weil es die Verdauung beeinträchtigen kann. Steht modifizierte Stärke auf der Packung, wie bei Linseneintöpfen, Pizza oder Lasagne, handelt es sich um Stärke, die chemisch so verändert wurde, dass sie ganz unterschiedliche Eigenschaften haben kann. So kann modifizierte Stärke das Mundgefühl in Eintöpfen regulieren oder die Taueigenschaften von Tiefkühlprodukten regulieren. Wozu genau der Stoff gut ist, erfährt man aus der Zutatenliste nicht.

Emulgatoren sorgen wie Waschmittel dafür, dass sich Fett und Wasser - die sich normalerweise trennen würden - mischen lassen. Sie stabilisieren aber auch Eiweißschäume und erlauben die maschinelle Einstellung geschmacklicher Eigenschaften wie Sämigkeit, Schaumigkeit und Cremigkeit. Emulgatoren finden sich laut Zutatenlisten in den meisten Lasagnen. Da die Stoffe neben den beabsichtigten Wirkungen auf das Lebensmittel auch biologische Wirkungen haben können, sollten sie unserer Ansicht nach Lebensmitteln nicht wahllos zugesetzt werden. An der gesundheitlichen Unbedenklichkeit verschiedener Emulgatoren, etwa E 436 oder E 472 e bestehen jedenfalls Zweifel. Emulgatoren können zum Beispiel die Oberfläche der Darmschleimhaut verändern und diese durchlässiger für bestimmte Stoffe machen, etwa allergieauslösende Nahrungsbestandteile. Diese Emulgatoren tauchten bei den Lasagnen im Test aber nicht auf. Hier wird der Emulgator E 471 (Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren) verwendet, der als unproblematisch gilt.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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