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Ratgeber Essen 10:2010
TestDiscounterprodukte, Fertiggerichte
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Discounterprodukte, Fertiggerichte



Meist praktisch, manchmal lecker, selten gesund - dieser zweifelhafte Ruf haftet Fertiggerichten an. Und trotzdem greifen die Deutschen ordentlich zu Tiefkühlpizza, Fertigpasta und Doseneintopf. Allein neun Fertigpizzen isst jeder Bundesbürger im Jahr, geht aus den Zahlen des Deutschen Tiefkühlinstituts hervor. Jüngere sind besonders "anfällig" für Fertiggerichte. Menschen zwischen 20 und 30 gelten gemeinhin als Kochmuffel - und haben deshalb eine Vorliebe für alles, was sich schnell und ohne große Mühe zubereiten lässt.

Doch was ist eigentlich ein Fertiggericht? Die Ansichten gehen auseinander. Während der eine eine Asia-Pfanne schon als selbst gemacht ansieht, wenn er nur Fleisch, Gemüse und das entsprechende Fixprodukt nach Packungsanweisung in die Pfanne gegeben hat, ist für einen anderen bereits die Verwendung eines Brühwürfels im Gemüse ein Griff in die Trickkiste der Fertigprodukte. Und den tut man mitunter nur mit schlechtem Gewissen: Befragt nach Ernährungsdefiziten, gibt mehr als jeder zehnte Deutsche zu, zu viele Fertiggerichte zu essen, wie aus der Nestlé-Studie 2009 hervorgeht. Bei den 20- bis 29-Jährigen ist sogar jeder Vierte der Ansicht, dass zu viel "Fertig" auf dem Speiseplan steht.

Kein Wunder, dass die Hersteller der teureren Fertiggerichte längst die Schlagworte "Natürlichkeit" und "Genuss" entdeckt haben - und werbewirksam einsetzen. Genuss ohne Reue lautet die Strategie. Weg vom zweifelhaften Geschmacksverstärkerimage, hin zum Premiumprodukt, das den Vergleich mit einem selbst gemachten Gericht nicht zu scheuen braucht. Mit dem Slogan "für Besseresser" vermarktet beispielsweise der Hersteller Hilcona seine gekühlten Pastagerichte. Wer würde da noch sagen, dass er nur mit schlechtem Gewissen zum Fertiggericht greift? Tiefkühlspezialist Frosta hat eigenen Angaben zufolge gleich alle Zusatzstoffe sowie Instantnudeln und Schmelzkäse komplett von der Zutatenliste verbannt. Auch Bio-Fertigprodukte sind mittlerweile selbstverständlich, ganz gleich, ob man sich die Produktpaletten von Erasco, Wagner oder Knorr anschaut - oder in den Bio-Laden geht.



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Wichtige InformationenDieser Artikel stammt aus dem Archiv von ÖKO-TEST. Bitte beachten Sie unsere Hinweise zur Aktualität von Onlineinhalten.

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Bei diesem Testbericht handelt es sich um einen Auszug aus dem Archiv mit den in der Vergangenheit durch ÖKO-TEST veröffentlichten Tests. Die Tests können aufgrund nachstehender Umstände inzwischen überholt und damit unverwertbar sein:
  • die jeweils getesteten Produkte sind nicht mehr auf dem Markt und/oder wurden verändert,
  • aufgrund neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse musste das Testurteil revidiert werden,
  • neuere und/oder aktuelle gesetzliche Bestimmungen definieren testrelevante Untersuchungsverfahren oder zulässige Höchstmengen an Schadstoffen neu,
  • aufgrund des neuen Standes der Technik müsste das Produkt anders bewertet werden.



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